Sowjets beenden Demokratie in Georgien

In Russland gewann die Rote Armee ab 1920 die Oberhand über die Weiße Armee. Diese rückte auf den Kaukasus vor. Die sowjetische Regierung bot Georgien, Armenien und Aserbaidschan ein Militärbündnis gegen die Weiße Armee im Kaukasus und in Südrussland an. Die georgische Regierung lehnte dieses Angebot ab, bot sich aber als Verhandlungspartner an. Russland organisierte daraufhin zusammen mit den Kommunisten in Georgien Massenproteste, blieb bei diesem Vorgehen weitgehend erfolglos. 

Sowjets übernehmen Macht in Aserbaidschan

In Aserbaidschan gelang den Sowjets in Aserbaidschan die Machtübernahme. Der Vorsitzende des Kaukasischen Büros der Bolschewiken, Sergo Ordschonikidse, organisierte nun das weitere Vorgehen gegen Georgien. Am 3. Mai 1920 versuchten Bolschewiken aus Georgien die Militärschule in Tbilissi zu stürmen. Sie wurden aber von den Kadetten zurückgeschlagen. Die Leitung der Abwehraktion hatte General Giorgi Kwinitadse. Er wurde von der georgischen Regierung zum Oberkommandierenden ernannt, die georgischen Streitkräfte wurden mobilisiert. Unter einem Vorwand rückten nun russische Verbände auf georgisches Staatsgebiet vor. Kwinitadses Truppen konnten die russischen Invasoren abwehren. 

Moskauer Friedensvertrag hält nicht lange

Wenige Tage später gab es eine Friedenskonferenz in Moskau. Am 7. Mai 1920 schloss man den Moskauer Friedensvertrag. In diesem wurde Georgiens Unabhängigkeit anerkannt. Auf der anderen Seite verzichtete die Zentralregierung in Georgien auf die Stationierung ausländischer Truppen auf georgischem Staatsgebiet. Zudem durften bolschewistische Organisationen in Georgien frei agieren. 

Nur einen Monat nach Anschluss des Vertrages warf Russland Georgien Verletzungen des Abkommens vor. Die georgische Regierung warf Russland seinerseits vor, Aufstände in Georgien zu unterstützen. 

Die politische Lage rund um Georgien stellte sich auch nicht positiv für die Regierung in Tbilissi dar. Armenien wurde 1920 von russischen Truppen besetzt. Die britischen Truppen waren aus dem Kaukasus abgezogen. Damit war Georgien von feindlich gesinnten Mächten umgeben und hatte keine ausländische Schutzmacht mehr. 

Bolschewiki richten ein Blutbad an

Am 11. Februar 1921 begannen Bolschewiki aus Armenien und Georgien einen Aufstand in Lori. Am 16. Februar 1921 überschritt die in Armenien stationierte 11. Armee der Roten Arbeiter- und Bauernarmee die Grenze nach Georgien. Die georgische Volksgarde war schlecht organisiert und konnte dem Bolschewisten nur wenig Widerstand entgegensetzen. Die georgische Streitmacht wurde am 25. Februar 1921 bei Tbilissi aufgerieben. Die Kadetten der Militärschule in Tbilissi versuchten den Einmarsch der roten Truppen in Tbilissi aufzuhalten, dabei kam mehr als 300 von ihnen ums Leben. Die georgischen Bolschewiki riefen die Georgische Sozialistische Sowjetrepublik aus. Damit war die Annektierung Georgiens durch Russland abgeschlossen. Diese sollte 70 Jahre lang währen. 

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