Georgien in der Antike

Die Königreiche Iberien und Kolchis

Ab dem 13. Jahrhundert v. Chr. vereinigten sich mehrere georgische Stämme zum Königreich Diaochi, dass eine starke regionale Macht am Schwarzen Meer wurde und bis in die Mitte des 8. Jahrhunderts v. Chr. existierte. 

Die ersten Staaten auf dem Gebiet Georgiens bildeten sich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. mit Kolchis in Westgeorgien und Iberien ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. in Ostgeorgien. Beide Staaten sind durch das Lichi-Gebirge voneinander getrennt, bauten aber enge wirtschaftliche Verflechtungen mit Griechenland, Parthien und den Achämeniden auf. Aus dieser Zeit stammt auch die Bezeichnung Kartli für das georgische Kernland im Osten Georgiens. 

In dieser Zeit entwickelte sich auf der Bergbau im Kaukasus zu einer Blüte. Dabei förderte man Gold, Silber, Kupfer und Eisen zu Tage. Aus diesen Metallen stellten georgische Handwerker nicht nur Schmuckstücke her, sondern auch Waffen. 

Das erfolgreiche Vorgehen Alexander des Großen brachte für Georgien mit sich, dass Kolchis und Iberien unabhängige Staaten wurden. Während der Diadochenkriege eroberte  sie der pontische Feldherr Ason und errichtete eine Schreckensherrschaft. Durch die Hilfe von  Parnawas konnte sich Iberien von dieser Herrschaft befreien, damit entstand die Dynastie der Parnawasiden. Bis auf Kolchis hatte sich seinerzeit bereits ein georgischer Staat herausgebildet. 

Iberien und Kolchis hatten sich zuerst gegen Rom gestellt. Der römische Feldherr Pompeius eroberte 66 v. Chr. Pontos. Iberien und Kolchis wurden zu römischen Vasallen. Ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. begann Kolchis dann zu zerfallen. Dort bildete sich der Staat Lasika. In Iberien gab es Herrschergeschlechter parthischer und iranischer Herkunft. 

Das Christentum in Georgien

Im Jahr 337 konvertierte Georgien zum Christentum. Damit ist Georgien neben Armenien eines der Länder der Welt mit der ältesten christlichen Kultur. Diese sollte sich in den folgenden Jahrhunderten als ein wichtiges Bindeglied zwischen den Menschen in Georgien erweisen. 

Die Einführung des Christentums als offizielle Staatsreligion in Georgien geht auf König Mirian III. von Iberien zurück. Die südwestliche Kolchis wurde am 17. Januar 395 Teil des Oströmischen Reiches. Von 591 an galt das oströmische Glaubensbekenntnis. 

Wie so oft in der georgischen Geschichte war Georgien in den letzten Jahrhunderten der Antike Spielball ausländischer Großmächte. Dies zeigte sich auch in Iberien, dass im 3. Jahrhundert zu einem persischen Vasallenstaat wurde. In den folgenden Jahrhunderten wechselten dann mehrfach die Machtverhältnisse der Staaten, die ihren Einfluss in Iberien geltend machten. Im Jahr 591 war Iberien persische Provinz. Der persische Großkönig Chosrau II. musste jedoch Armenien an das oströmische Reich abtreten und verlor dadurch den direkten Zugang zu Iberien. Dies hatte für Iberien die Rückerlangung der vollen politischen Autonomie zur Folge. Mit dieser Veränderung orientierte sich Iberien dann außenpolitisch stärker an Byzanz. om 8. bis zum 5. Jahrtausend v. Chr. begannen die Menschen in Georgien dann mit der Entwicklung von Ackerbau und Viehzucht. Siedlungsspuren finden sich vor allem in Westgeorgien. Die Menschen lebten wahrscheinlich in Häusern, die aus Holz errichtet waren. 

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