Bürgerkrieg in Georgien

Nach ihrem Sieg holten die Streitkräfte den früheren Sekretär der Sozialistischen Partei, Eduard Schewardnadse, nach Georgien, wo er Vorsitzender eines neuen Staatsrates werden sollte. Die Ruhe hielt jedoch nicht lange. 

Krieg in Abchasien

Der Konflikt mit der abtrünnigen Teilrepublik Abchasien in Georgien flammte im August 1992 erneut auf. Die Zentralregierung in Tbilissi schickte die Nationalgarde und paramilitärische Verbände nach Abchasien, um gegen separatistische Bestrebungen vorzugehen. Die Separatisten hingegen bekamen Unterstützung aus Russland. Die georgischen Streitkräfte wurden mit russischer Hilfe immer weiter zurückgedrängt. Im September 1993 fiel die Provinzhauptstadt Sochumi in die Hände der Separatisten. Es kam zu bestialischen Gräueltaten der russisch unterstützten Streitkräfte, so spielte man mit den abgetrennten Köpfen georgischer Bewohner Fußball und beerdigte die Opfer mit aus der Erde ragenden Händen als Zeichen einer abchasischen Fahne. Rund 50.000 Menschen kamen bei den russisch unterstützten Kämpfen ums Leben und 200.000 in Abchasien heimische Georgier wurden aus ihrer Heimat in Georgien vertrieben. Viele von Ihnen lebten mehr als ein Jahrzehnt in Flüchtlingslagern, viele in Hotels, gesehen auch als Faustpfand der georgischen Regierungen. Erst die Regierung Saakaschwili vertrieb die Flüchtlinge aus den Hotels, um diese Investoren zu übergeben. An der Grenze zur abtrünnigen Teilrepublik Abchasien wurden UN-Truppen stationiert, an denen sich auch die deutsche Bundeswehr beteiligte. 

Krieg in Südossetien

Auch in der abtrünnigen Teilrepublik Südossetien im Kernland Georgiens flammten ethnische Konflikte wieder auf. Diese hatten mehrere Hundert Todesopfer zur Folge. Die UN stationierte ab 1992 Friedenstruppen in Südossetien, darunter auch rund 2.000 russische Soldaten. 

Beide Teilrepubliken kamen durch den Konflikt zwischen den Präsidenten Saakaschwili und Putin im August 2008 unter Kontrolle der russischen Besatzer. 

Adscharien bekommt Autonomie

Auch die autonome Teilrepublik Adscharien konnte sich aus dem georgischen Staat lösen. Adscharien geriet unter Kontrolle von Aslan Abaschidse, der seine Teilrepublik ab 1991 im Stile eines feudalistischen Herrschers mit Beteiligung der gesamten Familie führte. Er wurde im Frühjahr 2004 nach der Machtübernahme des Präsidenten Saakaschwili in Georgien gestürzt und konnte nach Russland ins Exil fliehen. 

Gamsachurdia kehrt zurück

Swiad Gamsachurdia kehrte unterdessen am 24. September 1993, zeitgleich mit dem Ende des Bürgerkriegs in der abtrünnigen Teilrepublik Abchasien, nach Georgien zurück. Er zettelte einen Aufstand gegen die Zentralregierung an. Wegen chaotischer Zustände am Ende des abchasischen Krieges gelangen den Verbänden von Gamsachurdia im Westen Georgiens zuerst große Geländegewinne. Dies war Russland nicht recht, also unterstützte Russland nun wieder die Zentralregierung in Georgien mit Waffen. Der Aufstand von Gamsachurdia brach schnell in sich zusammen, Gamsachurdia starb am 31. Dezember 1993. 

Georgien tritt GUS bei

Die Bürgerkriege hatten politisch zur Folge, dass sich Schewardnadse im März 1994 trotz gegenteiliger Stimmung im Volk zum Beitritt zur GUS (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten) als Nachfolgeorganisation der Sowjetunion entschied. Zudem schloss er ein Abkommen mit Russland, das dem Nachbar die Nutzung mehrerer Militärbasen in Georgien für zwei Jahrzehnte gestattete. 

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