Strom und Energie in Georgien

Von dem Mangel an Devisen war vor allem die Energiewirtschaft Georgiens betroffen. Die Wasserkraftwerke im Kaukasus können den Eigenbedarf des Landes an Strom nicht decken. Der Brennstoff für die Erdgas- und Erdölkraftwerke musste aus Aserbaidschan gegen harte Devisen importiert werden. Entsprechend häuften sich zu Beginn der 1990er Jahre die Stromabschaltungen, die ein geregeltes wirtschaftliches Leben unmöglich machten und gerade im Winter für die Bevölkerung eine große Härte darstellten. 

Auch die Zahlungsmoral der Kunden und korrupte Strukturen in der Energieversorgung stellten ein Problem dar. Fehlende Investitionen und mangelnde Wartung der Anlagen führten dazu, dass vor allem am Anfang des Winters oft der Strom ausfiel.

Stromversorgung heute

Nach grundlegenden Investitionen in den Bau neuer und die Renovierung bestehender Kraftwerke in Georgien, begleitet vom Einbau neuer Zähler in den Haushalten, kann Georgien heute mittlerweile Strom exportieren. Stromabschaltungen gehören heute der Vergangenheit an. 

Grund für die erfreuliche Entwicklung der Stromerzeugung in Georgien war eine Fokussierung auf natürliche Ressourcen. Schon seit den 1930er Jahren gibt es Wasserkraftwerke in Georgien, die z. B. den Mtkwari in Tbilissi für die Erzeugung von Energie nutzen. Das Kraftwerk am Enguri mit einer der höchsten Staumauern der Welt und der Stromleistung eines Kernkraftwerks wurde über mehrere Jahre hinweg modernisiert. Mehrere Kraftwerke wurden neu gebaut, weitere 40 Projekte sind in Planung, wogegen es aber in einigen Fällen Widerstand der ansässigen Bevölkerung gibt. 

Diese Entwicklung hatte dazu geführt, dass Georgien heute rund 85% seines Stroms aus Wasserkraft produziert. Die übrigen 15% werden durch Wärmekraftwerke erzeugt. Bis 2018 verfolgt die Regierung in Georgien den Plan, den Strom zu 100% aus Wasserkraft zu erzeugen. 

Nach aktuellen Zahlen des Jahres 2017 nutzt Georgien dabei die vorhandenen Ressourcen nur zu rund 18% aus. Rund 300 Flüsse bieten sich für die Stromerzeugung mit Wasserkraft an. Dafür ist eine Investition in Höhe von 5,4 Milliarden Euro geplant. 

Musste Georgien in den 1990er Jahren und in den ersten Jahren des neuen Jahrhunderts Strom aus dem Ausland exportieren, so tritt das Land heute als Exporteur von Energie auf. Zu allen Nachbarländern gibt es Hochspannungsleitungen, so dass Strom auch nach Russland und in die Türkei geliefert werden kann, um dort Spannungsspitzen mit georgischem Strom abzupuffern. Dabei fließt der meiste Strom in die Türkei.

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