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An unserem zweiten Tag in Georgien begannen wir damit, der Hitze von knapp 40 Grad Celsius in Tbilisi zu entfliehen. Wir entschieden uns für eine Reise die georgische Heerstraße entlang bis nach Stepanzminda.

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Schiomgwime und MzchetaSchiomgwime und Mzcheta

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Schatili:  Die TürmeSchatili: Die Türme

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Die Türme von Schatili

Das Bergdorf Schatili ist eines der bekanntesten Motive für Bilder aus Georgien. Der Ort befindet sich in einer Bergregion, die je nach Wandel der Zeit von verschiedenen Volksgruppen beansprucht wurden. Die hier lebenden Chewsureten sollte die Nordgrenze Georgiens verteidigen. Entsprechend ist Schatili mit Wehrtürmen ausgestattet, die es einem Eingreifer erschweren, ins Dorf einzudringen.

Eine weitere kleinere Festung liegt auf einem Bergsattel über dem Fluss und ermöglichte früher, den Weg nach Schatili zu verteidigen. Heute ist diese Festung eine Ruine. 

Dorf in den Hang gebaut

Wie das Dorf in den Hang eingebaut ist, lässt sich am besten ermessen, wenn man dem Verlauf des Flusses folgt und das Dorf einmal halb umrundet. Auf dem natürlichen Fels sind Wehrtürme angelegt worden, die in den ersten Etagen abweisend aussehen, nach oben hin aber offener werden. Die unteren Etagen konnten in früherer Zeit verschlossen worden, der Zugang zu den oberen Etagen war über Leitern innerhalb der Türme möglich. Dadurch war die Eroberung eines einzelnen Turms eine langwierige Angelegenheit für Angreifer.

Beschwerlicher Aufstieg

Wer das Dorf erkunden will, sollte von der Straße aus hochsteigen. Wenn man beim ersten Gebäude schon außer Atem ist, bekommt man einen anschaulichen Eindruck, wie beschwerlich das Leben im Gebirge ist. Viele der alten Wehrtürme sind mittlerweile leerstehend, einige abgerissen worden und nur noch an Hand ihrer Fundamente zu erkennen. Andere wiederum werden restauriert. An den Ruinen lässt sich sehr gut die Bauweise der Türme erkennen. So zeigen vorstehende Steine die Lage einer Treppe an. Die Decke der einzelnen Geschosse ist mit Holzbalken aufgebaut. Man sollte sich die Zeit nehmen und zwischen den Geschossen eine Pause einlegen, die Aussicht genießen und nachspüren, wie das Leben hier früher war.

Neues Dorf auf dem Plateau

Wenn man das Dorf durchstiegen hat, kommt man zur Kirche und in den oberen Teil des Dorfes. Hier ist auf einem Plateau deutlich mehr Platz. Pferde und Hühner sind hier zu sehen. Ähnlich einer modernen Reihenhaussiedlung sind auf der Abbruchkante zum Hang Häuser entstanden. Über eine in den Hang getriebene Straße kommt man mit dem Auto in den oberen Teil des Dorfes.

Weitere Informationen

Mehr und größere Bilder aus Schatili haben wir in dieser Bildergalerie für Sie zusammengestellt.

Schatili

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