Ostern mit der Jeansgeneration in TbilissiOstern mit der Jeansgeneration in Tbilissi

In den Wochen vor der Reise nach Georgien hatte ich Inhalte der Georgienseite auf den neuesten Stand gebracht. Wenn man 17 Jahre nach dem Start der eigenen Webseite endlich Zeit zu einem update hat, fällt eine Menge Arbeit an.
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Über Ostern durch Tbilissi zu fahren ist keine schlechte Idee. Die Straßen sind leer. Und wenn man durch die Altstadt geht, hat man die Stadt für sich. Fast.

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Das update der Altstadt in Tbilissi

Über Ostern durch Tbilissi zu fahren ist keine schlechte Idee. Die Straßen sind leer. Man muss nur ein paar Sekunden warten, um in Gldani über die Straße zu kommen und muss dann nicht einmal einen neuen Weltrekord laufen. 

Wir fahren erneut in die Altstadt und steigen am Freiheitsplatz aus. Auf dem Rückweg ist der Eingang zu dieser Metrostation gar nicht so einfach zu finden, denn zusammen mit dem Umbau des benachbarten früheren Kaufhauses entsteht hier einer der zahlreichen Neubauten in Tbilissi. 

Deutsche Spuren in Tbilissi

Über die Galaktion-Tabidze-Straße gelangen wir Richtung Altstadt. Schon hier laden zahlreiche Restaurant zum Essen ein. Die Straße zeigt Geschichte: Hier ist das kaukasische Haus, hier haben mehrere georgische Schriftsteller Teile ihrer Lebenszeit verbracht. Am Ende der Straße dann der Hinweis auf das Wohnhaus von Walter Siemens und ein Stück georgisch-deutsche Geschichte: Die Firma Siemens hatte vor rund 160 Jahren einen Sitz. Damals erschlossen sie eine Kupermine in Kedabeg (heute Aserbaidschan) und bauten die Telegraphenlinie von Indien aus über Teheran Richtung Westeuropa. Eine Tafel am Haus deutet auf seinen letzten Wohnsitz hin. Er starb 1868 nach einem Reitunfall. 

Verlaufen in der Altstadt ist nicht einfach

Seit dieser Zeit hat sich eine Menge getan. Nicht nur dass die beiden Regierungen seit dem Ende der Ära Schewardnadse 2003 eine Menge Straßen und Hochhäuser gebaut haben. In der Altstadt von Tbilissi ist auch eine Menge renoviert worden. Viele Häuser erstrahlen heute in frischer Pracht, die Fassaden sind in Ordnung gebracht und vor allem: Es gibt Schilder! An fast jeder Straßenecke sind große Hinweisschilder aufgestellt, die in georgischer und englischer Sprache auf wichtige Plätze und Ziele hinweisen. Verlaufen ist heute gar nicht mehr so einfach. Man sollte sich Zeit nehmen, die Straßen zu erkunden und den alten Stil der Stadt in sich aufzusaugen. 

Eine weitere Eigenheit der Altstadt von Tbilissi sollte man in Zeiten von erstarkenden Populisten und IS nicht unter den Tisch kehren: Tbilissi war über viele Jahre bekannt dafür, dass hier unterschiedliche Religionen friedlich zusammenlebten. Es gibt jede Menge georgisch-orthodoxer Kirchen in Tbilissi, in der Altstadt eine Moschee und eine Synagoge. Diese sollten als Beispiel dafür gelten, dass ein Miteinander dieser Weltreligionen möglich ist. Beim Blick auf die deutsche Geschichte seit dem 9. November 1938 oder den Blick nach Syrien ist dies nicht selbstverständlich. 

Was auch auffällt: Ich habe in den ersten 10 Minuten ab dem Freiheitsplatz 6 Hostels und Gästehäuser gezählt. Hotels in Tbilissi sind immer noch eine ziemlich teure Angelegenheit. Der Markt an Hostels ist inzwischen gewachsen und bietet gerade Rucksacktouristen preiswerte Aufenthaltsmöglichkeiten. Und dass es Backpacker hier gibt, konnte man deutlich sehen. 

Das Bäderviertel in Tbilissi

Von hier aus Richtung Mtkwari erstreckt sind nun die Altstadt. Diese sollte man auf jeden Fall besuchen. Wir waren Ostern 2017 hier, und schon in der Vorsaison gab es jede Menge Touristen, die sich Tbilissi angesehen haben. 

So kommen denn auch nostalgische Gefühle auf, als wir ins Bäderviertel gelangen. Ach, wie schön war es doch im Jahr 2001, hier auf einer Mauer zu sitzen und einen neuen Film in die Kamera einzulegen... Heute muss ich nicht mehr vorher Gedanken um jedes einzelne Bild machen und habe dank eines guten Zooms Wachtang Gorgossali endlich mit dem Gesicht in Nahaufnahme. Und damals waren wir nicht nur so gut wie alleine, man musste auch Angst um die Kamera haben, denn es gab einige Überfälle auf Privatpersonen. Heute kann man Kamera oder Smartphone durch die Gegend tragen und muss nur darauf achten, dass diese im Getümmel nicht zu Bruch gehen. 

Schlösser der Liebe

An den Schwefelbädern, wo ich 16 Jahre zuvor ganz vorsichtig den Film meiner Kamera gewechselt habe, lädt nun ein Park zum Verweilen, unter den Schatten spendenden Bäumen ist ein Sitzplatz allerdings schwer zu finden. Ein beliebtes Ziel für Einheimische und Touristen. Rundum kann man frisch gepressten Saft aus Orangen trinken. Wer nicht ins Dampfbad möchte, kann den Leghvachteckwi Fluss ein Stück flussauf wandern. Der Fluss trennt die Narikala-Festung nach Süden hin vom Rest des Gebirges ab und bildete die natürliche Mauer für die Festungsanlage. Man kann von den Schwefelbädern ein paar Minuten auf der rechten Seite des Flusses laufen und kommt dann zu einem Wasserfall. Eine Brücke führt hier auf die andere Seite, und hier hat sich eine Sitte breit gemacht, die man aus Köln oder Paris kennt: Liebesschlösser. Es sind noch nicht ganz soviel wie an der Hohenzollernbrücke, aber das wird schon.

Narikala-Festung in der Sonne

Von der Wachtang Gorgassali Straße hat man einen hervorragenden Blick auf die Metechi-Kirche und das Denkmal des Namensgebers. Man sollte auch mal über die Brücke gehen und sich das Hochufer neben der Kirche von der Rückseite ansehen. 

Der Aufstieg an der Kirche vorbei ist kurz und heftig. Am ersten Hotel vorbei wird es dann flacher. In den Straßen laden mehrere Restaurants und weitere Hotels zum Verweilen ein. Man sollte aber bis zum bitteren Ende durchgehen. 

Wir waren in der Staatlichen Universität und ich habe mir in einem derzeit recht improvisierten Museum des Geographischen Instituts die mittelalterliche Stadtbefestigung von Tbilissi angesehen. Die Metechi-Kirche steht auf Teilen dieser Befestigung, die zum Zeitpunkt ihrer Errichtung ausgebaut wurde. Am Ende der Viktor-Dshorbenadze-Straße steht der Rest einer Befestigungsanlage. Die Straße endet hier, ein Bach hat hier ein kleines Tal eingeschnitten, dass die Festung als natürliche Mauer genutzt hat. Auf diese Türme sollte man unbedingt gehen, denn sie offenbaren die einzige Möglichkeit, die Narikala-Festung mit der Kirche in der Sonne zu fotografieren. Und mit diesen Türmen erklimmt man den westlichsten Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der Baustil der Türme mit ihren gemauerten Zinnen mit oberem Rundbogen erinnert dabei famos an die Festung Ananuri. 

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