Coca-Cola in Tbilissi: Amerikanische Symbole und Unternehmen statt Zeichen der Sowjetunion und des Sozilismus - Innenstadt Tiflis georgische Hauptstadt Neustadt, Restaurants, Cafes, Essen und Trinken - Reisebericht Georgien 2002 Tourismus, TouristenMit dem Blaubär nach Tiflis

Beim Blick nach draußen auf die Boeing 737, die da unten am Terminal des Frankfurter Flughafens auf unseren Einstieg wartet, beschleichen mich erste Zweifel. Was haben diese geflickten Stellen an oberen Rande des Cockpits zu bedeuten?

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Der Rustaweli-Prospekt geht onlineDer Rustaweli-Prospekt geht online

Der Mai geht dem Ende entgegen, und schon im Tifliser Vorort Gldani künden die Sonnenstrahlen den Sommer an. Wir fahren mit der Bahn in die Stadt, der Automat an der Treppe verschluckt sich an meiner Münze.

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Persati - georgisches Dorf nahe Schwarzes Meer - Kutaissi, Kolchis, Wani, Geschichte, subtropisches Klima, Weinanbau - Reisebericht Georgien 2005 Tourismus, Touristen, UrlaubPersati - Lichter in der Dunkelheit

Knapp eine Woche in Tiflis liegt hinter uns, als wir zur Tour ins Wochenende aufbrechen. Das Wetter ist bedeckt, als wir gegen Abend auf der S-1 aus Tiflis hinausfahren, durch Chaschuri und vorbei an Gori, immer Richtung Westen.

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Georgische Archäologie in Wani - griechische Stadt aus dem 1. Jahrhundert vor Christus - Heimat der Sage des Goldenen Vlies von Jason und den Argonauten - Goldfunde, Schmuck, Gräber, Münzen - Reisebericht Georgien 2002 Tourismus und Touristen Urlaub ReiseWani - 2.500 Jahre vor der EU

Am Samstag brechen wir zur ersten Tour nach Wani auf. Bis dort sind es zwar nur 30 km, aber wir brauchen für die Strecke mit dem Auto 2 Stunden. Die Straße war mutmaßlich früher asphaltiert.

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Sairme - georgische Kurstadt mit Mineralquellen und Heilwasser gegen Beschwerden in Magen und Darm - Heilwasser, Mineralwasser, Quellen, Wasser, Luftkurort, Ferienort für Familien im Sommer - Reisebericht Georgien 2002Sairme: Wasser, Wein und Wehen

Nach einer Mittagspause brechen wir auf Richtung Sairme. Es gibt Orte in Georgien, denen ein fast legendärer Ruf vorausgeht, ähnlich wie Borjomi. Denn ebenso wie dort entspringen in Sairme mehrere Quellen, denen eine große Heilkraft nachgesagt wird.

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Akademie Gelati in Kutaissi - Mittelalter in Georgien: König Davit der Erbauer - georgische Geschichte, Blütezeit, Zentralmacht, Fürsten, Reformen, Eroberungen - Reisebericht Georgien 2002 Tourismus und Touristen Urlaub ReiseGelati: Ein Treffen mit David, dem Erbauer

Am Sonntag reißt der Himmel endgültig auf. Ende Mai wird es so heiß, daß wir erst gegen 5 Uhr Nachmittags zu unserer Rückreise aufbrechen, auf der wir noch einige kulturelle Fundstücke mitnehmen wollen.

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Abstecher nach MzchetaAbstecher nach Mzcheta

Schon im vergangenen Jahr hatten wir eine Tagestour Richtung Mzcheta unternommen. Die Stadt liegt ca. 30 km nördlich von Tiflis und bietet mehrere Sehenswürdigkeiten, die sich in so gut wie jeder Publikationen über Georgien wiederfinden.

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Höhlenstadt Uplisziche in Georgien in Felswand mit Wohnungen und Treppen - georgische Geschichte, Zuflucht vor islamischen Eroberern - Reisebericht Georgien 2002 Tourismus und Touristen Urlaub ReiseUplisziche: Zuschlag, bitte

Wer die Reiseberichte der letzten Tage verfolgt hat, wird feststellen, daß wir nicht nur Positives aus Georgien berichten. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, auch auf manche Schattenseite hinzuweisen. Hohe Preise zum Beispiel.

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Kinzwissi - georgisch-orthodoxe Kirche, Farbgebung der Fresken mit besonderem Blau - Region Kacheti im georgischen Kernland - Reisebericht Georgien 2002 Tourismus, Touristen, UrlaubBlau in Kinzwissi

Auf der Strecke nach Gori hatten wir die Kirche Samtawissi besucht. Dort ist ein berühmter Ringer beerdigt. Nach der Ausfahrt aus Gori setzen wir unseren Weg Richtung Kutaissi fort und folgen den Schildern zum Kloster Kinzwissi.

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Ninozminda - Kloster der georgisch-orthodoxen Kirche, Festung, Kirche, Beschädigung durch Erdbeben, Heilige Nino - Region Kacheti im georgischen Kernland - Reisebericht Georgien 2002 Tourismus, Touristen, UrlaubAuf Ninos Spuren

Der Sonntag der Kommunalwahl ist angebrochen. In Chaschuri sind alle Wahlzettel über Nacht gestohlen worden, in Rustawi hat eine Menschenmenge eine Marschrutka mit einem Polizisten an Bord angegriffen.

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Bodbe - Kloster der georgisch-orthodoxen Kirche, Festung, Kirche, Nonnenkloster, Heilige Nino - Region Kacheti im georgischen Kernland - Reisebericht Georgien 2002 Tourismus, Touristen, UrlaubNebel über Bodbe

Auf unserer Tour durch die kulturellen Spuren Georgiens fahren wir weiter nach Bodbe. Dort ist ein weiteres Nonnenkloster. Oft sind die Anlagen rund um die Sakralbauten nicht sehr gepflegt, die Gräber der Geistlichen versinken im Gras. Bodbe macht hier eine Ausnahme.

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Der Rustaweli-Prospekt geht online

Mit der Rolltreppe auf den Rustaweli-Prospekt

Der Mai geht dem Ende entgegen, und schon im Tifliser Vorort Gldani künden die Sonnenstrahlen den Sommer an. Wir fahren mit der Bahn in die Stadt, der Automat an der Treppe verschluckt sich an meiner Münze, man braucht immer erst einige Versuche, um sich an die Feinmotorik zu gewöhnen. Auch die Rolltreppe ist bei den ersten Schritten ungewohnt, dreimal so schnell wie in Deutschland und erheblich länger, bis man erst einmal unter der Stadt ist. Nach einer Wartezeit, die ich bei den Kölner Verkehrsbetrieben für unerreichbar halten würde, poltert die Bahn ein. Im Unterschied zum vergangen Jahr fällt mir auf, daß mehr Kinder versuchen, mit dem Kauf von Kleinwaren Geld zu verdienen.

Am Rustaweli-Prospekt steigen wir aus, hier knallt die Sonne mächtig rein. Auf der Straße der übliche Verkehr, die Leute scheinen mehr zu hupen als im vergangenen Jahr, wenn man jedenfalls die Hochzeiten außer Acht läßt. Wir sehen kurz im Institut der Filmunion herein, das Filmfestival scheint schon am ersten Tag seht gut angenommen zu werden. Vor allem Germanistinnen nutzen die Möglichkeit, hier ihre Sprachkenntnisse zu testen. Das Problem stellt sich, dass in den Kinos nur Hollywood-Produktionen gezeigt werden. Europäische Filme haben hier kaum eine Chance. Der Blick zurück zu McDonalds unterstreicht dies.

Online im Café

Auf dem Bürgersteig betteln uns Kinder an, auch eine neue Erscheinung dieses Jahres. Von der Physiognomie entsprechen sie den Kindern, die ich auch vor dem Kölner Dom kennengelernt habe, es scheinen Sinti und Roma zu sein. Die Behinderten und Kriegsopfer stehen am Rang und machen sich nicht an die Passanten heran. Gleich auf den ersten Metern fällt mir das erste Internetcafé ins Auge. Bis zum Platz der Freiheit zähle ich sechs Cafés, wo es im vergangenen Jahr nur ein einziges gab. Die Nutzung des Internets ist auch in Georgien auf dem Vormarsch, die Preise für eine Stunde variieren zwischen 1,50 und 3 Lari. Wie ich aus den Erzählungen anderer Leute erfahre, gibt es allerdings eine recht hohe Fluktuation bei den Cafés, viele machen ebenso schnell wieder dicht, wie sie aufgemacht haben. Wir werfen einen Blick in das Forum der Georgienseite, uns begleiten die neidischen Kommentare derjenigen, die in Deutschland bleiben mussten. Und ich kämpfe damit, auf einer US-amerikanisch eingestellten Tastatur die richtigen Buchstaben zu finden. Gar nicht so einfach zu schreiben, wenn man nicht weiß, wo das Komma ist.

Wahlkampf mit falschen Bärten

Über die Stadt weht in diesen Tagen ein heftiger Wind. Der Staub weht uns in die Augen, was das Spazierengehen nicht gerade angenehmer macht. Es ist die Zeit des Wahlkampfes vor den Kommunalwahlen am 2. Juni 2002, an den Hauswänden am Rustaweli-Prospekt hängen Tausende von Plakaten. Die Sozialisten versprechen: Tiflis wird wieder aufgebaut. Das drei Wochen nach dem Erdbeben, aber woher sie das Geld dafür nehmen wollen, schreiben sie nicht auf die Plakate. Vielleicht vom großen Bruder im Norden? Die Plakatierer von Micheil Saakaschwili sind sehr fleißig, aber auch diejenigen, die ihm Hitlerbärte aufmalen. Am Platz der Republik biegen wir ab, ich besorge mir einen Haarschnitt zu einem Preis, wie ich ihn in Deutschland das letzte Mal in der Regierungszeit Konrad Adenauers gezahlt hätte. Hinter mir strahlen mich die Spice Girls an, die No Angels haben sich hier nicht wirklich durchgesetzt. Auf den zweiten Blick erkennt man dann doch das mangelnde Geld für Investitionen. Der Schrank vor mir könnte eine neue Tür gebrauchen, Scheren stecken in einer abgeschnittenen "Pringels"-Dose. Die elektrische Haarschneidemaschine hat noch keinen Akku. Zu dem Zeitpunkt dieser Reise läuft gerade auf 3SAT die Reise von Fritz Pleitgen durch den Kaukasus, er hatte sich im Sommer 2000 in Aserbaidschan die Haare schneiden lassen. Mein Haarschnitt hat ein ähnlich perfektes Handwerk. Ob der blondierte Friseur dem kölschen Schema entspricht und schwul ist, haben wir allerdings nicht gefragt.

Die Folgen des Erdbebens

Auf dem Rückweg entdecken wir in einer Seitenstraße Bauarbeiten. Wir fragen einen Arbeiter, hier wird tatsächlich ein kompletter Straßenzug nach dem Beben instandgesetzt. In der Nähe der Banken scheinen die Schäden schnell beseitigt zu sein. An einem späteren Tag, weiter in der Altstadt, sehen wir allerdings andere Bilder.

Bevor wir in die Bahn steigen, knurrt der Magen und verlangt ein Chatschapuri. Wir müssen Geld wechseln und gehen an den Schalter der National Bank of Georgia, sehen dort einen Geldautomaten. Nach kurzer Nachfrage erklärt uns eine Angestellte der Bank, daß man dort problemlos Lari mit der EC-Karte abheben kann. Der Tarif der georgischen Bank ist dazu noch recht günstig: Sie verlangen nur 2% der Gesamtsumme! Da ist der Gang zur Dresdner Bank auf der anderen Straßenseite in Köln-Nippes teurer, wenn der Automat der Stadtsparkasse streikt! Was die deutschen Geldinstitute allerdings dazu noch an Gebühren verlangen, wird man erst nach dem Urlaub sehen.

Mit Genuß und dem Gefühl, einmal wieder bahnbrechende Recherchen für die Georgienseite getätigt zu haben, setzen wir uns zu einem Chatschapuri und Wasser mit Schokoaroma. In den drei Wochen unseres Aufenthaltes in Georgien waren wir rund ein halbes Dutzend Mal auswärts das georgische Standardgericht essen. Und nicht nur die Preise waren für Westeuropäer günstig, es war auch jedesmal eine gute Qualität. Dass ein Chatschapuri nicht zum leichtesten Essen gehört, sollte man allerdings bei einem Urlaub in Georgien außer Acht lassen. Immerhin bietet eine Body-Shaping-Center in der Nähe eine Stunden auf der Spinning-Maschine incl. Dusche für einen Lari an. Aber im Urlaub?

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  • Mit dem Blaubär nach Tiflis
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    Nach einer Mittagspause brechen wir auf Richtung Sairme. Es gibt Orte in Georgien, denen ein fast legendärer Ruf vorausgeht, ähnlich wie Borjomi. 
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    Zu den  Schattenseite manches Urlaubs zählt leider auch in vielen Ländern, dass man als Tourist oft höhere Preise zahlt als Normalbürger. So auch in Uplisziche.
  • Blau in Kinzwissi
    Auf der Strecke nach Gori hatten wir die Kirche Samtawissi besucht. Dort ist ein berühmter Ringer beerdigt. Nach der Ausfahrt aus Gori folgen wir den Schildern zum Kloster Kinzwissi. 
  • Auf Ninos Spuren
    Der Sonntag der Kommunalwahl ist angebrochen. In Chaschuri sind alle Wahlzettel über Nacht gestohlen worden, in Rustawi hat eine Menschenmenge eine Marschrutka mit einem Polizisten an Bord angegriffen.
  • Nebel über Bodbe
    Auf unserer Tour durch die kulturellen Spuren Georgiens fahren wir weiter nach Bodbe. Dort ist ein weiteres Nonnenkloster.
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