Kartli

Die Region erstreckt sich auf einer Hochebene, die an ihren Längsseiten von Bergketten- dem Großen Kaukasus im Norden und dem Kleinen Kaukasus im Süden umgeben ist. Durch Kartli führte einst die berühmte Nordroute der Seidenstraße. Die meistbefahrene Fernverkehrsstraße Georgiens verbindet Tbilissi mit dem Schwarzen Meer.

Auf knapp 30000 Hektar wird hier das Obst angebaut: Äpfel, Aprikosen, Quitten, Birnen, Kirschen. Deshalb wird Kartli als Kernland genannt. Es ist die am dichtesten besiedelte Gegend Georgiens.

Mzcheta

Die frühere georgische Hauptstadt Mzcheta kann auf eine rund 3.000 Jahre lange Geschichte zurückblikcne. Fast 1000 Jahre war Mzcheta Hauptstadt der iberischen und kartlischen Königreiche. In der Swetizchoweli-Kirche krönte und begrub man die Könige des Reiches Iberien.

Am Zusammenfluß der beiden wichtigen Flüsse Mtkwari und Aragwi und im Zentrum Kartlis gelegen, war Mzcheta eine der wichtigsten Handelsstädte zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer an der Seidenstraße. Die römischen Historiker Strabon, Plutarch und Plinius berichteten über die Festungen der Stadt, von denen die Größte Armasis Ziche war. "Ziche" bedeutet im Georgischen Festung und Armasi war der Gott der Iberer. Die Mauern der Zitadelle umschlossen den Königspalast und den Tempel, vor dem eine große Statue des Gottes stand.

Die Heilige Nino ließ sich von einer Legende über den georgischen Juden Elias und seine verspätete Begegnung mit Jesus inspirieren, als sie die erste christlichen Kirche in Mzcheta bauen ließ. Später wurden in Swetizchoweli-Kathedrale königliche Häupter grkrönt.

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Gori

Gori war die Hauptstadt Kartlis und liegt an der Mündung des Liachwi in die Mtkwari. Die Stadt wurde erstmals im 12. Jh. erwähnt, die Siedlung bestand aber bereits in vorchristlicher Zeit, genauso wie die Felsenfestung Goris-Ziche. Was heute von den Resten der Festung zu besichtigen ist, stammt aus dem 17. Jahrhundert, als Goris-Zicheeine Schlüsselrolle gegen die Türken spielte. Von der Spitze des Berges schweift der Blick weit über die Mtkwari-Ebene, den Zusammenfluß von Mtkwari und Liachwi und den Höhenzügen des Kleinen Kaukasus und des Trialetischen Gebirges.

Seine Berühmtheit verdankt Gori Iossef Dschugaschwili alias Stalin, die Einwohner lieben den Sohn der Stadt und sind auch heute noch stolz auf ihn, trotz der bekannten Gräueltaten des Diktators. In Gori ist das Stalin-Museum beheimatet. Das Denkmal Stalins wurde in der Zeit der Ära Saakaschwili entfernt.

Damit erschöpfen sich die Sehenswürdigkeiten Goris. In der Umgebung gibt es aber einiges Sehenswertes: Die Höhlenstadt Uplisziche, Atenis Sioni, die Ateni-Schlucht im Trialetischen Gebirge und das Kloster Kinzwissi.

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