Ekwtime Takaischwili - Retter des georgischen Staatsschatzes

Ekwtime Takaischwili zählt zu den Personen in Georgien, die man in Deutschland kaum kennt. Er hat in seiner aktiven Zeit als Schullehrer und Wissenschaftler viel Arbeit für die Erforschung der Frühgeschichte in Georgien geleistet. 

Sein Schicksal spiegelt aber auch die Geschichte in Georgien der letzten 200 Jahre wieder. Ekwtime erforschte als Historiker und Archäologe Teile des georgischen Staatsgebietes, die kurz zuvor noch zum türkischen Machtbereich gehört hatten. Später, als die sowjetischen Armeen in Georgien eindrangen, rettete er den georgischen Staatsschatz vor der Plünderung durch die Besatzer und brachte ihn nach Frankreich ins Exil. Er lebte dort in bitterer Armut, weigerte sich aber, auch nur einen Teil des Staatsschatzes zu verkaufen. Am Ende des II. Weltkriegs, als sich die politische Wetterlage erneut gedreht hatte, konnte der Staatsschatz mit Ekwtime zusammen nach Georgien zurückkehren. In den 1950er Jahren dann litt Ekwtime unter der Verfolgung durch das stalinistische Regime. 

Dieser Artikel stellt das Leben und die Verdienste von Ekwtime Takaischwili vor.

Schule und Studium

Ekwtime Takaischwili wurde am 5. Januar 1863 als Sohn des Adeligen Simon Takaischwili in Likhauri in Westgeorgien geboren. Manche Quellen datieren seine Geburt auf das gleiche Datum exakt ein Jahr früher. Sein Vater war Leiter einer Einheit von Grenztruppen an der Grenze Georgiens zur Türkei. Seine Mutter entstammte der Adelsfamilie Nakaschidse. Beide Eltern starben kurz nach seiner Geburt, Ekwtime wuchs in der Familie der Großeltern auf. 

Im Alter von 3 Jahren zog Ekwtime sich eine Beinverletzung zu, als er beim Baumsteigen auf den Boden fiel. Sein rechtes Bein blieb nur eingeschränkt funktionsfähig, er war Zeit seines Lebens auf die Hilfe eines Stocks angewiesen. Dies hinderte ihn jedoch nicht daran, auf Forschungsreisen zu gehen. 

Im Jahr 1870 begann Ekwtime seine Schullaufbahn in der Regionalschule in Osurgeti. Schon früh begann hier die Bildung für seinen späteren beruflichen Weg: Sein Lehrer Simon Kikodse war Bruder des Erzbischof Gabriel. Kikodse weckte in Takaischwili das Interesse für die georgische Literatur und brachte ihm die Werke von Ilia Tschawtschwadse und Akaki Zereteli näher. Takaischwili wechselte 1875 auf das Gymnasium in Kutaissi, das er 1883 abschloss. In der Schulzeit lernte er bereits seine spätere Frau Nino kennen. 

Nach der Schule verließ er Georgien und nahm in St. Petersburg ein Studium der Geschichte an der Historisch-Philologischen Universität auf, das er 1887 erfolgreich abschloss. Er blieb noch 2 Jahre in St. Petersburg, um seine Qualifikationen weiter auszubauen. Ekwtime schrieb später über seine Studienzeit, dass er deshalb nach St. Petersburg ziehen wollte, weil er in einer stärker europäisch geprägten Stadt studieren wollte.

Arbeit als Lehrer in Georgien

Im Jahr 1889 kehrte Ekwtime nach Georgien zurück. Er begann als Lehrer für Latein und Griechisch am Adelsgymnasium in Tbilissi. Zu dieser Zeit galt die Schule als ein Hort des Nationalismus in Georgien, das damals unter der Herrschaft des russischen Zarenreiches stand. 1897 wurde Ekwtime Direktor des Adelsgymnasiums und prägte dessen Ausrichtung in den folgenden acht Jahren. 

Bis 1917 arbeitete Ekwtime noch an weiteren Schulen als Lehrer für Geographie, Geschichte, Latein und Griechisch.

Erste Reisen in neues altes Staatsgebiet in Georgien

Die Beschäftigung mit der Geschichte Georgiens brachte Ekwtime mit Dimitri Bakradse zusammen. Der Historiker hatte bereits einige Forschungsarbeiten zur Geschichte Georgiens geleistet. Im Vordergrund der Arbeit von Bakradse standen dabei Reisen in die Provinzen Adschara und Teo-Klarjeti. Beide hatten bis kurz zuvor zum türkischen Machtbereich gehört und waren dann wieder ins georgische Territorium eingegliedert worden. Bakradse starb 1890, Takaischwili organisierte in der Folgezeit weitere Forschungsreisen in die Region. Ziel der Expeditionen war es, Spuren der Kirche und der Geschichte sicherzustellen. Teo-Klardsheti ist heute wieder Teil türkischen Territoriums. 

Takaischwili machte seine erste Forschungsreise am 17. Februar 1889 in die frühere georgische Hauptstadt Mzcheta. Dabei stellte die Expedition 58 Handschriften und Verzeichnisse der Taufen sicher, die sie einem kirchlichen Museum übergaben. 

Dieser ersten Forschungsreise sollten noch mehrere weitere folgen. Ekwtime nutzte die Sommerferien, um neben seiner Tätigkeit als Lehrer und Direktor die Geschichte in Georgien zu erforschen. 

Entdeckungen von Ekwtime Takaischwili

Die Forschungsreisen führten Ekwtime Takaischwili vor allem in die Bereiche Südgeorgiens, die zuvor der Forschung nicht offen standen. Zu seinen wichtigsten Entdeckungen zählt das Manuskript zur „Verfassung des königlichen Hofes“ in Georgien. Von dem Manuskript ist nur ein Teil aus dem 17. Jahrhundert erhalten. Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Gesetzen aus dem Mittelalter, die eine seit dem 11. Jahrhundert bestehende Tradition widerspiegelt. Der Text enthält Vorgaben u. a. zur Krönung eines neuen Königs, Kleidungsvorschriften und Vorschriften zur Feier von großen Hochzeiten und religiöser Feste. Auch die Hierarchie und Ausrüstung der Truppen des Königs wird in dem Manuskript beschrieben. Takaischwili hat dieses Manuskript 1920 entdeckt und darüber publiziert. 

Zu den weiteren Entdeckungen von Takaischwili zählt ein Manuskript, das sich mit dem Leben der Heiligen Nino befasst. Er entdeckte auch ein Manuskript mit einer Fassung des „Recken im Tigerfell“ aus dem 17. Jahrhundert. 

Neben Forschungen zur Geschichte stand für Takaischwili auch die Archäologe im Fokus seiner Arbeit. Er führte Ausgrabungen u. a. in der Nekropolis von Wani durch, einem bedeutenden Fundort an der Stelle einer griechischen Siedlung in der Kolchis aus dem Jahrtausend vor Christi Geburt. Für seine Arbeiten auf dem Feld der Archäologe erhielt Takaischwili am 28. März 1911 die Goldmedaille der russischen Archäologischen Gesellschaft.

Forschungsreisen nach Südgeorgien

Ekwtime Takaischwili organisierte drei Forschungsreisen nach Südgeorgien, bei der mehrere Fotografen jeweils die Forschungsergebnisse dokumentierten. Die erste Reise führte nach Achalziche und Achalkalaki. Die zweite Expedition 1907 hatte Tortumi,  Sokhroti und Barhal als Ziel. Dabei erforschten die Teilnehmer vier Kirchen und einige Denkmäler. 1917 organisierte Dimitri Schewardnadse dann die dritte Forschungsreise, an der sich auch der spätere Regisseur Micheil Tschiaureli beteiligte. Ergebnisse der zweiten Expedition veröffentlichte Takaischwili erst 1937 im Pariser Exil. 

An allen Forschungsreisen nahm Takaischwili trotz seiner körperlichen Behinderung in seinem Bein persönlich Teil, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Historisch-Ethnographische Gesellschaft

Im Jahr 1907 gründete Takaischwili die Historisch-Ethnographische Gesellschaft. Ziel der Organisation war es, Informationen zu Geschichte, dem Leben früherer Menschen, ihrer Kunst und ihrer Denkmäler einen breiteren Raum zu schaffen. Takaischwili war bis 1921 Vorsitzender der Gesellschaft. 

Die Gesellschaft für die Geschichte und Ethnographie Georgiens sammelte ethnographische und archäologische Kunstwerke und Kunstgegenstände. Dazu zählten auch Handschriften und Fresken aus Kirchen und Klöstern, die man von Originalen kopiert hatte. 

Takaischwili betrieb in der Gesellschaft auch zwei Publikationen, in denen es um Geschichte und Altertümer in Georgien ging. 

Universität in Tbilissi

Nach den Revolutionen in Russland wuchs in Georgien der Wunsch, eine Universität nach dem Vorbild Westeuropas aufzubauen. Dazu gründete Iwane Jawachischwili, der wie Ekwtime Takaischwili in St. Petersburg studiert hatte, eine Gesellschaft, deren Ziel der Aufbau einer Bildungsstätte in Tbilissi war. Am 26. Januar 1918, seinerzeit der Gedenktag für den georgischen König David der Erbauer, wurde die erste Universität im Kaukasus offiziell eröffnet. Auch heute noch trägt die Universität den Namen von Iwane Jawachischwili. 

Ekwtime Takaischwili, einer der Gründerväter der Universität, hielt seit Beginn der Lehrtätigkeiten Vorlesungen. Seine Themenbereiche waren die Einführung in die Archäologie, Epigraphik und die Geschichte der Kirche. Am 21. Mai 1918 bekam Takaischwili die Doktorwürde verliehen.

Takaischwili in der Politik

Die Revolutionen in Russland sorgten in Georgien nicht nur in der Bildung für eine Aufbruchstimmung. Auch in der Politik setzte eine Bewegung ein, die anstrebte, Georgien nach mehr als einem Jahrhundert von der russischen Vorherrschaft zu lösen. 

Ekwtime Takaischwili war einer der Gründer der Nationaldemokratischen Partei und blieb mehrere Jahre deren Mitglied. 

Erste Demokratische Republik in Georgien

Nach dem Ende des I. Weltkriegs und der russischen Revolution gründete man in Georgien 1918 nach mehr als einem Jahrhundert im Zarenreich die erste Demokratische Republik. Es gab freie Wahlen, aus denen die Sozialdemokraten mit Noé Dshordania als Gewinner hervorgingen. Ekwtime Takaischwili bekam einen Sitz für die National-Demokratische Partei im Parlament und wurde zum stellvertretenden Präsidenten des Parlaments gewählt. Die erste frei gewählte Regierung in Georgien führte zahlreiche Reformen durch, so wurde der 8-Stunden-Tag eingeführt, die Justiz reformiert und die georgisch-orthodoxe Kirche bekam einen klaren juristischen Status.

Russland beendet Demokratie in Georgien

Die erste demokratische Republik in Georgien hatte jedoch mit dem kommunistischen Russland einen mächtigen Feind an der Grenze. Russland nutzte die Teilrepubliken und eigene Verbände in Georgien, um Stimmung gegen die Regierung zu machen. 

Die russischen Bolschewistische zettelten Aufstände in Armenien und Russland an. Am 16. Februar 1921 drangen russische Truppen nach Georgien ein. Innerhalb von zwei Wochen drangen die russischen Invasoren bis nach Tbilissi vor, schlugen die georgischen Streitkräfte und richteten unter den Kadetten der Militärakademie in Tbilissi ein Blutbad an. Damit endete die erste demokratische Republik in Georgien.

Georgische Exilregierung flieht nach Frankreich

Die erste demokratisch gewählte Regierung in Georgien beschloss im März 1921 ihre Flucht vor den russischen Invasoren. Am 11. März siedelte die Regierung nach Batumi über. Eine Woche später floh man auf einem französischen Schiff aus Georgien nach Frankreich. Die Regierung siedelte sich zuerst in Paris an, nahm dann ihren Sitz in Leuville-sur-Orge.

Takaischwili rettet den georgischen Staatsschatz

Takaischwili bekam von der georgischen Exilregierung den Auftrag, wertvolle Kulturgüter, von denen er viele selber gefunden hatte, vor der Zerstörung und Plünderung durch die russischen Besatzer zu retten. Ihm gelang es tatsächlich, viele Artefakte aus Georgien herauszubringen. Dazu gehörten das goldene Brustkreuz von Königin Tamar aus dem 12. Jahrhundert, mehrere Manuskripte aus der Akademie Gelati. Der größte Teil aber war eine Sammlung von archäologischen Funden und Kunstgegenständen, die später als der georgische Staatsschatz in die Geschichte eingehen sollten. Dazu zählte der Schatz aus dem Palast der Adelsfamilie Dadiani aus Sugdidi und Wertgegenstände aus dem Palast in Borjomi. 

Diese Sammlung wurde in 39 Holzkisten verpackt nach Marseille verschickt, wo man sie in einem Banktresor einlagerte. Später brachte man den Staatsschatz nach Paris. 

In den kommenden Jahren kümmerte Takaischwili sich um den Staatsschatz. In den frühen 1930er Jahren gab es einen Rechtsstreit mit der Gräfin Salome Obolenskaja, die auf die Rückgabe des Schatzes aus dem Dadiani-Palast in Sugdidi klagte. Sie war die Tochter des letzten mingrelischen Fürsten Nikolos Dadiani. Takaischwili gewann diesen Rechtsstreit.

Kein Ausverkauf des georgischen Staatsschatzes

Takaischwili hatte mit der Flucht aus Georgien seine Tätigkeit als Forscher und Lehrer an der Universität verloren. Er lehrte zeitweise an der Universität in Oxford. Seine wirtschaftliche Lage verschlechterte sich jedoch erheblich, er litt unter bitterer Armut. Das hatte bittere Folgen für die gesamte Familie. Seine Ehefrau Nino Poltoratskaia erkrankte an Tuberkolose. Eine medizinische Behandlung konnte sich die Familie nicht leisten. 1931 starb Nino. Takaischwili erlitt 1934, seit der Kindheit bereits an einem Bein behindert, einen weiteren Beinbruch. 

In diesen Jahren bekam Takaischwili zahlreiche Angebote von Museen aus Europa und Kunsthändlern, den georgischen Staatsschatz oder Teile davon gegen guten Geld zu verkaufen. Er blieb jedoch standhaft und litt lieber Hunger, als den Schatz in fremde Hände zu geben. 

Doch es sollte noch schlimmer kommen. Mit dem Einfall der deutschen Wehrmacht erwachte bei den Nazis der Wunsch, zumindest Teile des georgischen Staatsschatzes nach Wien zu bringen. Die deutschen Besatzer nahmen Takaischwili gefangen und folterten ihn, aber auch diesmal blieb er standhaft und verriet das Versteck des Schatzes nicht. 

Frankreich wird neuer Besitzer des Staatsschatzes

Den Auftrag zum Schutz des georgischen Staatsschatzes führte Takaischwili bis 1933 aus. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Sowjetunion vom Völkerbund offiziell anerkannt. Die bisherige georgische Botschaft der Exilregierung in Paris wandelte man in ein georgisches Büro um. Der georgische Staatsschatz ging nun in den Besitz des französischen Staates über. 

Takaischwili lag der georgische Staatsschatz nun auch weiterhin am Herzen. Er versuchte die französische Regierung 1935 dazu zu bewegen, den Schatz an Georgien zurück zu geben. Diese lehnte das Vorhaben jedoch ab. Erst mit dem Ende des II. Weltkriegs änderte sich diese Meinung. 

Die Manuskripte aus der Sammlung hatte Takaischwili jedoch bereits 1938 nach Georgien zurückbringen lassen.

Takaischwili setzt Forschungstätigkeit fort

Nach der Flucht aus Georgien setzte Takaischwili seine Tätigkeit als Historiker und Archäologe fort. Im Jahr 1922 wurde er Mitglied der Numismatischen Gesellschaft Frankreichs, 1925 wählte man ihn zum Mitglied der französisch-asiatischen Gesellschaft. Er schrieb wissenschaftliche Artikel aus seinem Fachgebiet für mehrere Publikationen. 1928 veröffentlichte er ein französisch-georgisches Wörterbuch.

Rückkehr nach Georgien

Erneut änderte sich die politische Großwetterlage in Europa und hatte Einfluss auf das Schicksal von Ekwtime Takaischwili. Nach der Befreiung Frankreichs nahm Takaischwili im Herbst 1944 Kontakt zum sowjetischen Botschafter in Paris, Bogomolow, auf. Dieser verfügte über gute Kontakte zu Charles de Gaulle. Man einigte sich darauf, den georgischen Staatsschatz nach Georgien zurückzubringen. 

Am 11. April 1945, also noch vor dem Ende des II. Weltkriegs, traf der georgische Staatsschatz an Bord eines US-amerikanischen Flugzeugs wieder in Tbilissi ein. Ekwtime Takaischwili war ebenfalls an Bord der Maschine und zeigte sich ergriffen davon, wieder in seine Heimat zurückkehren zu können.

Takaischwili kehrt an die Universität zurück

Bereits wenige Tage nach seiner Rückkehr nach Georgien, am 15. April 1945, bekam Takaischwili einen Ruf als Professor für Geschichte an die Staatliche Universität in Tbilissi. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits mehr als 80 Jahre alt. Am 10. Mai erhielt er den Titel eines emeritierten Professors. Ende 1946 wählte man ihn als Mitglied in die Akademie der Wissenschaften. Er hielt einen Vortrag über georgische Denkmäler.

Politische Verfolgung in Zeit Stalins und Tod

Aber auch nach seiner Rückkehr nach Georgien blieb Takaischwili nicht von den Folgen politischer Veränderungen verschont. In seinen letzten Lebensjahren geriet er in den Fokus des Regimes von Stalin, der ebenfalls aus Georgien stammte. 

1951 verhafteten die sowjetischen Behörden einen Enkel Takaischwilis, der in seiner Wohnung lebte. Er selber wurde unter Hausarrest gestellt. Anfang 1952 entließ ihn die Universität, nach zahlreichen akademischen Auszeichnung, wegen angeblich unzureichender akademischer Leistungen. Als weitere Schikane des sowjetischen Regimes strich man dem hochverdienten Forscher die finanziellen Zuwendungen. Takaischwili litt erneut unter Armut. Am 21. Februar 1953 starb er an Herzversagen im Alter von 90 Jahren, zwei Wochen vor dem Tod Stalins. 

Am 24. Februar 1953 wurde Takaischwili beerdigt. Zeugen berichteten davon dass bei seiner Beisetzung lediglich 48 Trauergäste anwesend gewesen seien. Er wurde auf dem Friedhof in Wake begraben.

Posthume Ehrungen

Zehn Jahre nach dem Tod von Ekwtime Takaischwili begann man sein Erbe schätzen zu lernen. War er am Ende der Zeit Stalins noch seiner Ehren beraubt worden, so wurden ihm nach dem Tod höchste Ehren zu Teil, wie sie kaum ein weiterer Mensch in den letzten Jahren in Georgien bekommen hat. 

Zum 100. Geburtstag exhumierte man die sterblichen Überreste von Takaischwili. Er bekam sein neues Grab am Pantheon in Didube. Im Jahr 1987 holte man die sterblichen Überreste seiner Frau Nino Poltoratskaia aus ihrem Grab in Leuville-sur-Orge und bestatte sie neben ihrem Mann. Ekwtime und Nino wurden im Jahr 2000 erneut umgebettet und haben ihre letzte Ruhestätte nun auf dem Pantheon in Mtazminda, einem Friedhof für Prominente, Künstler und verdiente Persönlichkeiten Georgiens. 

  • Ebenfalls 1963 wurde eine Straße gegenüber der Universität in Tbilissi nach ihm benannt. Im Jahr 1982 setzte man ihm ein Denkmal. 
  • Mehrere Schulen, so auch in der Stadt seiner Schulzeit Osurgeti, tragen heute den Namen von Ekwtime Takaischwili zu seinen Ehren. 
  • Die georgisch-orthodoxe Kirche sprach Ekwtime Takaischwili am 17. Oktober 2002 heilig und verlieh ihm den Rang eines Märtyrers für die Kirche. 
  • Ein Museum in der Washlowani-Straße in Tbilissi erinnert heute an die Verdienste von Ekwtime Takaischwili.

Filme und Dokumentationen

Die wechselvolle Geschichte von Ekwtime Takaischwili bietet ein gewaltiges Reservoir für einen Film. Bereits im Jahr 1985 drehte der Regisseur Rezo Tabukaschwili einen Film über Takaischwili. Die Dokumention behandelt sein Schicksal und das des Staatsschatzes. 

Im Jahr 2017 begann der georgische Regisseur Nikoloz Khomasuridze mit den Dreharbeiten zu seinem Film „Ekwtime“. Das Projekt wird zum Teil durch Crowdfounding über das Internet finanziert. Der Film behandelt die Zeit des französischen Exils in den Jahren 1921 bis 1945. Die Rolle von Ekwtime Takaischwili spielt dabei der aus Georgien stammende Schauspieler Reso Tschikwischwili, der seit fast zwei Jahrzehnten in Deutschland lebt und arbeitet.


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