Sowjetische Zeit in Georgien
Sowjetische Zeit in Georgien - Georgische Geschichte: Stalin, Säuberung, II. Weltkrieg, Gefallene, Wiederaufbau, Aufstände, Industrie, Eduard Schewardnase, Unabhängigkeit, Wahlen, Sprache, Unabhängigkeit - georgische Geschichte

Letzte Jahre der Sowjetunion

Mit dem Ende der Ära Breschnew in Moskau und dem Beginn der Regierung Gorbatschow setzten auch Veränderungen in Georgien ein. Eduard Schewardnadse wurde 1985 zum Außenminister der Sowjetunion berufen, eine Rolle, die in Deutschland vor allem mit der Erinnerung an Schewardnadses Rolle bei der Wiedervereinigung verbunden ist. 

Tote Zivilisten am 9. April 1989

Schewardnadses Nachfolger Jumber Patiaschwili agierte weniger glücklich als sein Vorgänger. Als Ende der 1980er Jahre der Nationalismus in Georgien erstarkte, reagierte die Führung in Tbilissi nach bewährten Mustern. Es gab Demonstrationen und Streiks. Die Lage eskalierte am 9. April 1989. Sowjetische Fallschirmjäger lösten eine Demonstration vor dem Regierungsgebäude in Tbilissi mit Gewalt auf. Dabei setzten sie Klappspaten und Giftgas gegen die friedlichen Demonstranten ein. Rund 20 Menschen kamen durch den Einsatz der sowjetischen Soldaten ums Leben, die meisten der Todesopfer waren Frauen und Kinder. Mehr als 100 Opfer wurden durch das Giftgas geschädigt und haben auch Jahrzehnte später unter den Folgen des sowjetischen Einsatzes zu leiden. 

Dieses Ereignis führte dazu, dass nun viele Menschen in Georgien das Joch der Regierung in Moskau loswerden wollten. 

Freie Wahlen 1990

Am 28. Oktober 1990 gab es Wahlen zum Obersten Sowjet in Georgien. Diese Wahlen gewann das Wahlbündnis Runder Tisch – Freies Georgien mit 62% der Stimmen. Der Vorsitzende dieses Bündnisses, Swiad Gamsachurdia, wurde Vorsitzender des Obersten Sowjets Georgiens. Gamsachurdia startete am 31. März 1991 ein Referendum zur Unabhängigkeit Georgiens. Die Bevölkerung stimmte mit 98,9 % der Stimmen zu. 

Am 9. April 1991 erklärte sich Georgien für unabhängig.

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