Geologie in Georgien
Lichi-Gebirge bzw. Surami-Gebirge: Verbindung zwischen Großem und Kleinem Kaukasus, trennt Georgien in Ostgeorgien und Westgeorgien. Straße über den Rikoti-Pass oder durch den Rikoti-Tunnel. Wasserscheide, Klima, georgische Geologie, Granit, Tuff

Lichi-Gebirge / Surami-Gebirge

Das Lichi-Gebirge, auch als Surami-Gebirge bezeichnet, trennt Georgien in einen westlichen und östlichen Teil. Dieses Gebirge hatte schon in der Antike eine wichtige Bedeutung für die Entwicklung Georgiens: Es trennte die Königreiche Kolchis und Iberien voneinander. Heute ist das Lichi-Gebirge wichtig für den Verkehr und die klimatische Gliederung in Georgien.

Verbindung Großer und Kleiner Kaukasus

Der Gebirgszug des Lichi-Gebirges / Suramigebirges verläuft in Nord-Süd-Richtung durch Georgien und verbindet die beiden Kämme des Großen und den Kleinen Kaukasus miteinander. Dabei erreichen die Berge eine Höhe von knapp 2.000 m. Geologisch betrachtet besteht das Lichi-Gebirge aus Granit, kristallinem Glimmerschiefer und aus Sedimentgestein vulkanischen Ursprungs, Ablagerungen von Tuff.

Wasserscheide zwischen Ost- und Westgeorgien

Das Lichi-Gebirge bildet die Wasserscheide zwischen der Ebene der Kolchis im Westen Georgiens und dem östlichen Teil des Landes. Alle Flüsse nach Westen entwässern ins Schwarze Meer, die nach Osten hin gerichteten Flüssen ergießen sich ins Kaspische Meer.

Vegetation

Die natürliche Vegetation des Lichi-Gebirges ist ein sommergrüner Laubwäldern. Das Klima ist gemäßigt, da keine alpinen Höhen erreicht werden, gilt Wald als die natürliche Vegetation. In den vergangenen Jahren haben Abholzungen des Waldes allerdings ihre Spuren hinterlassen. 

Klimagrenze zwischen Ost- und Westgeorgien

Das Gebirge fungiert auch als Klimagrenze zwischen Westgeorgien und Ostgeorgien. Im Gebirge selber können die Niederschläge örtlich Jahreswerte von bis zu 2.000 mm erreichen. Während im Westen Georgiens Niederschläge zahlreich sein können, fängt das Lichi-Gebirge die nach Westen treibenden Wolken ab. Tbilissi und die weiter östlich gelegenen Ebenen nach Kacheti und in Richtung Aserbaidschan gelten deswegen im Sommer als recht trocken, was für die Landwirtschaft eine Bewässerung der Felder notwendig macht. 

Pässe für den Verkehr

Für den Verkehr aller Arten bildet das Surami-Gebirge ein natürliches Hindernis. Der niedrigste Pass über das Gebirge ist der Surami-Pass mit einer Scheitelhöhe von 949 m. Nicht weit davon entfernt unterquert der am 16. September 1890 eröffnete Surami-Tunnel das Gebirge auf einer Länge von 4.423 m. Diese Bahnstrecke wird seit den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts zu einer Güterverkehrsstrecke für Exporte aus China und von Ölprodukten aus Aserbaidschan ausgebaut. 

Für den Straßenverkehr wurde der Rikoti-Tunnel gebaut, der seit 1981 auf einer Länge von 1,8 km die Unterquerung des Gebirges ermöglicht. Bei einer Sperrung des Tunnels besteht die Möglichkeit, das Gebirge über den 996 m hoch gelegenen Rikoti-Pass zu überqueren.

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