Kulturerbe in Georgien
Höhlenstadt Wardsia - Georgisches Kulturerbe - Kultur und Geschichte in Georgien

Georgische Höhlenstadt Wardsia

Wardsia befindet sich im Süden Georgiens, in Meßcheti. Etwa 70 Kilometer von Aspindsa erreicht man die Burg Chertwissi. Den Chroniken zufolge ist es eine der ältesten befestigten Städte auf georgischen Boden. Das zeigen Ausgrabungen, die mehr als 2.000 Jahre alte Funde ans Tageslicht brachten.

Immer dem Lauf der Mtkwari folgend, erreicht man nach 30 Kilometern Fahrt von Chertwissi das Höhlenkloster. Die ersten Arbeiten haben während der Regierung von Giorgi III. begonnen und dann ließ seine Tochter Tamar die Kammern erweitern. Einigen Quellen zufolge, waren es bis zu 2000 Säle und Kammern , die von kilometerlangen Querstollen im Fels miteinander verbunden wurden. Zu Blütezeit Wardsias lebten hier 800 Mönche, die den Komplex erhielten, verwalteten und Lebensmittelvorräte anlegten. Die höhlen konnten bis zu 50000 Menschen aufnehmen, wenn feindliche Heere sich näherten und Städte und Dörfer mit Plünderung oder Brandstiftung bedrohten. Das Wasser erhielten sie aus einem riesigen Reservoir, das sich aus Mineralquellen im Bergesinneren speiste und über unterirdisch verlegte keramische Röhren mit dem Fluß verbunden war.

Einer der Räume an der Außenwand ist bis heute als Apotheke erkenntlich, in der die Mönche in speziellen Vertiefungen Kräuterextrakte aufbewahrten. Dort gab es auch einen Weinkeller. Zugänglich war das Kloster über Leitern, die eingezogen wurden, wenn die Feinde nahten. Daneben führten einige unterirdische Gänge vom Ufer des Flusses in den Berg, durch die man über die engen Treppen und Falltüren ins Innere des Klosters gelangte. Wardsia war eine der bestbewehrten Festungen im ganzen Land. Wenn Feinde hinein gelangten, dann durch den Verrat. So haben die Osmanen das Kloster geplündert und die Mönche vertrieben.

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Wardsia

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