Sagen und Mythen in Georgien
Georgische Sagen und Mythen: Der Name der Kaschweti-Kirche in der Innenstadt von Tbilissi am Rustaweli Prospekt - Georgische Geschichte und Kultur

Der Name der Kaschweti-Kirche

Der Name der Kaschweti-Kirche geht auf die Legende von Missionar Dawit des Syrers zurück. Er kam nach Georgien, um den Georgiern den Namen Christus zu predigen. Er erwählte Tbilissi als Wirkungsort. Er ließ in einer der Höhlen des Berges, der heute Mtazminda heißt. Einmal in der Woche zeigte er sich in der Stadt und verkündete das Wort Jesu. Einige Menschen bekannten sich zum neuen Glauben. Und einige, die es nicht glauben wollten, fanden eine Frau, die versicherte, von Dawit ehebrecherisch geschwängert worden zu sein.

Als Dawit wieder in die Stadt kam, wurde von einer empörten Menge empfangen, unter ihnen auch die besagte Frau. Dawit wollte seine Heiligkeit beweisen, berührte den Bauch der Frau mit einem Stab und fragte den Fötus nach dem Namen des Vaters, den dieser auch nannte. Mehr tat er nicht, die Strafe für die Verleumdung folgte gleich. Die Frau gebar an Ort und Stelle einen Stein. Die vom Wunder begeisterte Menge nahm diesen Stein und legte ihn als Fundament zur Kwaschweti-Kirche. Kwa schwa bedeutet: gebar einen Stein.

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