Sagen und Mythen in Georgien
Georgische Kultur: Sagen und Mythen aus Georgien - Der Name von Swetizchoweli, Swetizchoweli-Kirche in Tbilissi, lebenspendender Stamm

Name der Swetizchoweli-Kirche in Tbilissi

Die Kreuzigung und das Hemd Jesu

Die christliche Tradition kennt viele wundertätige Ikonen und Kreuze, doch Swetizchoweli ist eine rein georgische Erfindung. Der Name geht auf eine Legende zurück, die mit dem Hemden von Jesus zu tun hat, das er bei der Kreuzigung trug.

Als die Jerusalemer Rabbiner zu Gericht saßen über Jesus und seine Lehre, luden sie Rechtsgelehrte aus den entfernten Ländern, darunter Elias aus Mzcheta. Dessen Schwester Sidonia gab dem Bruder mit auf dem Weg, keinesfalls für die Verurteilung zu stimmen. Doch Elias kam zu spät, Jesus war schon gekreuzigt worden. Er begab sich auf den Berg Golgatha und bestach einen der römischen Legionäre, ihm das Hemd von Jesus zu geben. Mit dem blutgetränkten Hemd von Jesus kam er nach Mzcheta zurück. Sidonia bat Elias, ihr das Hemd zu geben. Sie nahm es, presste es an ihre Brust und sank wie vom Schlag getroffen zu Boden.

Man konnte das Hemd von ihren Händen nicht wegnehmen, so daß sie mit ihm zusammen begraben werden mußte. Aus dem Grab wuchs eine mächtige libanesische Zeder.

Die Heilige Nino

Knapp 300 Jahre später kam die Syrerin Nino nach Mzcheta und bekehrte zunächst die Königin Nana und dann auch den König zum christlichen Glauben. König Mirian ließ eine Kirche bauen und sieben Bäume fällen. Einer der Baumstämme widersetzte sich der Bearbeitung und ließ sich nicht vom Platz bewegen. Nino betete und bat Gott um Hilfe bei dem ihm geweihten Werk. Plötzlich kam ein Engel hernieder. Er hob die Arme, und unter hunderten Zeugen hob sich der Baum in die Höhe und stellte sich an den für ihn vorgesehenen Platz. Aus seinem Stamm traten Tropfen eines wundersamen Balsams, der all jene, die ihn berührten, von allem körperlichen Leid erlöste. Daher kommt der Name Sweti zchoweli, lebenspendender Stamm.

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Visafreiheit für Georgien tritt in Kraft

Am 28. März 2017 ist die vom Ministerrat der EU zu Beginn des Monats verabschiedete Visafreiheit für georgische Staatsbürger in Kraft getreten. Damit können Reisende aus Georgien nun für einen Zeitraum von 90 Tagen in die EU einreisen, ohne ein Visum beantragen zu müssen.

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Deutsche Botschaft stellt Informationen bereit

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