Reisebericht Georgien 2002
Mit dem Blaubär nach TiflisMit dem Blaubär nach Tiflis

Beim Blick nach draußen auf die Boeing 737, die da unten am Terminal des Frankfurter Flughafens auf unseren Einstieg wartet, beschleichen mich erste Zweifel. Was haben diese geflickten Stellen an oberen Rande des Cockpits zu bedeuten?

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Gelati - Ein Treffen mit David, dem Erbauer

Die Kathedrale
Die Kathedrale

Am Sonntag reißt der Himmel endgültig auf. Ende Mai wird es so heiß, daß wir erst gegen 5 Uhr Nachmittags zu unserer Rückreise aufbrechen, auf der wir noch einige kulturelle Fundstücke mitnehmen wollen. Im Zentrum von Persati nehmen wir die Straße nach Kutaissi, geben dem Sierra etwas zu trinken und ärgern uns hinterher über die Klopfgeräusche des minderwertigen Benzins.

Kutaissi sieht recht verfallen aus. In der Innenstadt müssen wir uns Richtung Gelati durchfragen, denn die erste Akademie auf georgischem Boden ist nur unzureichend ausgeschildert. Die Straße durch die Stadt ist eine Katastrophe, der Asphalt hat dermaßen tiefe Rillen, daß der Sierra mehrfach aufsetzt.

Die zweite Kirche der Akademie
Die zweite Kirche der Akademie

Gelati ist bereits von unten aus dem Tal heraus zu sehen, wir winden uns in Serpentinen den Berg hoch, passieren mehrere Quellen und finden einen weiträumigen Parkplatz vor dem Nebeneingang.

Die Akademie Gelati übt einen nachhaltigen Eindruck auf den Betrachter aus. Das Ensemble fügt sich harmonisch in den Berghang ein. An einer Quelle kann man seinen Durst stillen, ohne Angst um seine Gesundheit haben zu müssen. Wir gehen in die Hauptkirche hinein. Rechts im Hauptschiff finden wir das berühmte Fries mit David dem Erbauer, auf den die Gründung von Gelati zurückgeht. Der Innenraum ist an Wänden und Decke mit Fresken geschmückt. Diese stellen berühmte Persönlichkeiten ebenso wie christliche Szenen dar. Es ist beeindruckend, was georgische Meister vor 900 Jahren geleistet haben.

Der Nebeneingang zur Akademie
Der Nebeneingang zur Akademie

Vor der Hauptkirche kann man einen kleinen Turm besteigen. Von diesem aus genießt man einen Blick auf die schneebedeckten Berge des Kaukasus und die Ebene vor unseren Füßen. Eine noch recht junge Führerin fragen wir nach dem Grab David des Erbauers. Er wollte zu Füßen seines Volkes beerdigt werden. Jeder Besucher von Gelati, der die Anlage durch den Haupteingang betritt, muß über seine Grabplatte gehen. Durch die Jahrhunderte ist diese etwas durchgebogen und eingesunken. Auf ihr liegen frische Blumen, ein Zeichen der Verehrung für einen der größten Menschen, die Georgien hervorgebracht hat.

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Gelati

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