Reisebericht Georgien 2004
Bullen im PassatBullen im Passat

Nach 2 Jahren Pause treffe ich physikalisch wieder in Georgien ein, nachdem ich Georgien im Internet jeden Tag besucht habe, um aktuelle Nachrichten für unsere Leser ausfindig zu machen.

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Bakuriani - Botanik und Krater

Mit Moos bewachsene Felsen im Wald
Mit Moos bewachsene Felsen im Wald

An dieser Stelle hat ein Bauer einen Kinderspielplatz eingerichtet. Ein Schild am Eingang fordert dazu auf, den Platz sauber zu halten. Links davon am Berghang prangt die Ruine eines alten Lada, der aussieht, als sei ihm ein Baum längs mitten auf das Dach gefallen. Wir gehen rechts den Berg hoch, einem angedeuteten Weg folgend. Auf halber Höhe macht der Weg einen Knick nach links, wir folgen ihm weiter und gelangen schließlich an das obere Ende des gelben Liftes, der unten im Park beginnt. Das Panorama zu genießen lohnt sich.

Der nun folgende Weg führt im wesentlichen um einen Krater herum, der vor Millionen von Jahren bei einem Vulkanausbruch entstanden ist. Es gibt hier mehrere Möglichkeiten, weiter zu gehen. Wir nehmen die lange Variante, aber nicht ohne vorher frische Himbeeren zu essen.

Blick ins Tal
Blick ins Tal

Als wir den Weg weiter hinabsteigen, laufen wir fast parallel zur Pipeline Road. Rechts von uns graßt ein Pferd neben einem Fußballplatz im Krater. Ein Stück weiter sind wir in der Nähe der Straße, die zum Lager der Röhren für die BTC führt. Hier zeigt sich der wilde Baumeinschlag von der grausamsten Seite, mehr als die Hälfte der Stämme ist abgeholzt. Wenn es mit der Krise in Georgien noch 10 Jahre so weitergeht, steht hier wirklich nichts mehr. Und wenn man ein paar Meter weitergeht, sieht man die ersten Häuser von Bakuriani.

Eine weitere Tour für kleine Unternehmungen ist die in den botanischen Garten. Wir starten wieder im Zentrum und nehmen nun den Weg direkt vor dem Hotel rechts herum, ziemlich genau da, wo auf das Hotel Crystal hingewiesen wird. Hier kommt man zum Bahnhof, der früher einmal sehr imposant war, jetzt nur ein Schatten seiner selbst, aber es wird an ihm gebaut. Man kann die Bahn überqueren, ohne fürchten zu müssen, von einem ICE überfahren zu werden. Über den Bach und dann links hoch, eine ehemalige Vergnügungsstätte aus sowjetischer Zeit.

Tor zum Botanischen Garten
Tor zum Botanischen Garten

Schräg gegenüber links ist der botanische Garten, von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Wer in der Kölner Flora war und die ganzen Pflanzen aus dem Kaukasus gesehen hat, kommt hier richtig auf seine Kosten, denn hier sind fast nur Pflanzen aus dem hiesigen Gebirge. Wer den Garten genau pflegt wissen wir nicht, zudem sollte man an besten im Frühjahr hierhin kommen, denn jetzt Ende August ist alles verblüht und für viele Pflanzen ist es auch zu trocken.

Im Zentrum des Parks ist eine Sitzgruppe, zwei Bänke und ein Tisch aus einer Eisenplatte. Im Sommer wirft ein Baum Schatten, der Platz lädt zum Sitzen und ausruhen ein.

An dieser Stelle enden unsere Reiseberichte aus Bakuriani. Wir haben uns mit Unterbrechungen etwas mehr als eine Woche im Ort aufgehalten, unsere Recherchen wurden durch eine langjährige Freundin deutlich erleichtert. Das Bild von Bakuriani war in dieser Zeit vor allem durch den Bau der BTC geprägt, schon im Sommer 2005 wird es im Ort wieder anders aussehen. Gerade deswegen wollen wir diese Berichte aber auch als Zeitdokument sehen.

Weiter: Georgische Heerstraße

Bakuriani

Botanischer Garten Bakuriani
Gegründet 1910. Seit 1934 Eigentum des Botanischen Institutes. 17 ha Fläche. Sammlungen:
1) Alpine Pflanzen, aus verschiedenen Regionen des Kaukasus, bis zu 1.200 Arten
2) Pflanzen aus Fernost, bis zu 300 Arten
3) Baumsorten (kaukasische), exotische Pflanzen, 66 Arten.

Unser Aufenthalt in Bakuriani geht nach mehr als einer Woche dem Ende entgegen. Fast den ganzen Ort haben wir in dieser Zeit erwandert, kennen die besten Orte zum Bezug von Chatschapuri und Melonen, aber noch wenige Wege den Berg hoch.

Wir gehen bei unserer Ortskundigen vorbei und brechen vom Zentrum des Ortes auf. Unser erster Weg führt uns die Bergstraße hoch. Es ist die Straße am neuen Hotel den Berg hoch, die man sieht, wenn man aus der Wartehalle für die Marschrutkas heraustritt und den Blick nach links wendet. Diese geht man bis fast zum Ende, dann kurz vor dem höchsten Punkt links.

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