Reisebericht Georgien 2005
Ohne Blaubaer und Visum nach GeorgienOhne Blaubär und Visum nach Georgien

Wie findet man den Schalter der Fluggesellschaft, die nach Georgien fliegt, am Köln-Bonner Flughafen? Dort hat sich bereits 3 Stunden vor dem Start die längste Schlange gebildet.

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Ohne Blaubär und Visum nach Georgien

Davit der Erbauer grüßt
Davit der Erbauer grüßt

Wie findet man den Schalter der Fluggesellschaft, die nach Georgien fliegt, am Köln-Bonner Flughafen? Dort hat sich bereits 3 Stunden vor dem Start die längste Schlange gebildet. Ein untrügliches Zeichen. Und es ist die richtige Schlange.

Um so ärgerlicher dann die Tatsache, daß das Flugzeug zwar zu spät an die Gangway herangefahren wird, es mit dem Beladen dann auch noch länger dauert. Wie man uns sagt, gebe es ein Problem mit dem Beladen. Trotz arger Beschränkung des Übergepäcks war die Maschine überladen.

Nur wenige Wochen zuvor waren in der Reisesaison Hunderte von Urlaubern gestrandet, nachdem die Fluglinie Interflug kurz vor ihrem Rückflug Insolvenz angemeldet hatte. Nun ja, wer dem Namen der Fluggesellschaft der früheren DDR vertraut... Ich sehe uns schon alle tagelang in den Sitzen hängen, verschwitzt, ungeduscht und ohne Kontakt zur Außenwelt. So ähnlich müssen sich die Menschen derzeit in New Orleans fühlen, wenige Tage nach dem Hurrikan Katrina, während die ganze Stadt mit Meerwasser vollläuft.

Doch es kommt anders. Auch deshalb, weil das Meer 40 Meter unter uns und 300 km weit weg liegt. Die Boeing 737 ist beladen, wir können unseren Beitrag zur Klimakatastrophe leisten. An Bord, und natürlich nach dem Start, damit keiner nachsehen kann, ob er es war, sagt uns der Flugkapitän, daß einige Koffer am Boden bleiben mußten. Für einige der Passagiere wird es ein unruhiger Flug. Aber ein angenehmer. Denn nicht nur Essen und Trinken sind gut an Bord. Es darf auch nicht geraucht werden. Das sorgt für gute Stimmung.

In Köln war es schwül und heiß, in Tbilisi erwarten uns herbstliche Temperaturen. Dabei liegt die georgische Hauptstadt auf der gleichen geographischen Breite wie Rom. Die Verspätung hat ihr Gutes, denn wir fliegen direkt in den Sonnenaufgang hinein. Als wir aus dem Hauptgebäude herauskommen, ist das Tageslicht bereits gut zu vernehmen.

Das Rathaus
Das Rathaus

In der Halle vor den Schaltern der Passkontrolle hängen große Plakate. So wird der Flughafen in Tbilisi im Sommer 2006 aussehen! Nicht ganz der aktuelle Stand, denn das Konsortium zum Umbau des Flughafens war wenige Wochen zuvor auseinandergebrochen, und am Tag nach unserer Ankunft wird sich der Hauptinvestor aus der Türkei aus dem Projekt zurückziehen. Ein neuer wird aber schon kurz darauf das Projekt übernehmen.

Dafür gibt es eine Neuerung, die begeistert: Meine erste Einreise nach Georgien ohne Visum! Mitte Juni hatte Georgien die Visumpflicht für Bürger aus der EU, den USA und Japan sowie einiger weiterer Staaten aufgehoben. Touristen und potentiellen Investoren sollte damit die Einreise erleichtert werden. Dieses Mal hat es keine Einschreiben an die Botschaft und lästige Wartezeiten in der Post gegeben. Dieses Mal lege ich einfach meinen Reisepass vor, bekomme einen Stempel und schon bin ich durch. Eine deutliche Erleichterung. Und die Koffer sind alle mitgekommen.

Die Koffer kommen auf das Band. Unsere sind da. Auch die aller Leute, mit denen ich während des Fluges gesprochen habe. Immerhin hatten wir einen 95%-ige Gewinnchance bei diesem Glücksspiel. Glück gehabt.

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