Georgische Heerstraße
Reisen auf der Georgischen Heerstraße: Reisezeit April bis Oktober. Fahren mit Auto, Pkw, Geländewagen, Mountain Bike, Fahrrad, Marschrutka

Reisen auf der Georgischen Heerstraße

Die beste Reisezeit zum Befahren der Heerstraße ist von April bis Oktober. Im Winter kann die Straße zugeschneit sein. Die Zufahrt nach Gudauri von Tbilissi aus wird meist geräumt. Von Stepanzminda her kann man jedoch damit nicht in jedem Fall rechnen. 

Der Autoverkehr ist bis nach Ananuri oft recht dicht. Da die Strecke als Transitroute für den Güterverkehr nach Russland genutzt wird, muss man auf der gesamten Strecke mit Lkw rechnen, die sich oft in Kolonnen zusammenfinden. 

Der Zustand der Straße ist für ein Hochgebirge typisch. Wegen der durch das Klima bedingten Frostschäden sollte man bei den höher gelegenen Abschnitten mit Schlaglöchern und geflicktem Asphalt rechnen. Die Strecke wird jedoch regelmäßig ausgebessert und in Stand gehalten. 

Auf der Heerstraße wird gerne schnell gefahren. Fahrer von Marschrutkas scheuen auch nicht davor zurück, an unübersichtlichen Stellen zu überholen. Geschwindigkeitsbegrenzungen spielen weder für georgische noch für russische Autofahrer eine Rolle. Es kommt häufig zu Unfällen. Eine aufmerksame Fahrweise ist angeraten. 

Souvenirs können Sie an vielen Stellen der Georgischen Heerstraße kaufen. Auf der Auffahrt zum Kreuzpass gibt es eine Möglichkeit zum Einkehr, an der es mehrere Verkaufsstände für Kleidung, Mützen, Bilder, Kühlschrankmagnete und Porzellan gibt. Auf am Denkmal der Freundschaft gibt es mehrere Verkaufsstände.

Fahren mit dem Pkw

Wenn Sie sich nur auf der Straße aufhalten möchten und nicht im Winter reisen, reicht ein handelsüblicher Pkw vollkommen aus. Sollten Sie die Seitentäler mit unbefestigten Wegen befahren wollen, ist ein Allradantrieb von Vorteil. Wer in Stepanzminda das Sameba-Kloster erreichen möchte, braucht auf jeden Fall einen geländegängigen Wagen und sollte ggf. die Dienste eines Taxis mit Allradantrieb nutzen.

Reisen mit dem Fahrrad in Georgien

Wer die Georgische Heerstraße mit dem Rad bereisen möchte, sollte wenigstens ein Trekkingrad, besser ein Mountain Bike in Betracht ziehen. Der Zustand der Straßenränder, an denen man sich mit dem Bike in der Regel bewegt, ist ungleichmäßig. Eine Vollfederung ist nicht unbedingt nötig. Die Gangschaltung sollte es auf jeden Fall ermöglichen, eine niedrige Übersetzung wählen zu können, denn auf den Serpentinen in den Auffahrten zum Kreuzpass gibt es längere und knackige Steigungen. Der Höhenunterschied zwischen Tbilissi und dem Dshwari-Pass liegt bei rund 2.000 Metern. 

Die Versorgung mit Wasser auf der Strecke stellt kein Problem dar. An vielen Stellen entlang der Straße geben Quellen oder kleine Wasserfälle die Möglichkeit, eine Trinkflasche aufzufüllen. Essen sollte man für einen Tag bereithalten. 

Georgien ist kein Land der Radfahrer. Stellen Sie sich bei einem Radurlaub darauf ein, keinerlei Rechte im Straßenverkehr zu haben.

Öffentliche Verkehrsmittel

Die Georgische Heerstraße ist in ihrer gesamten Länge mit Marschrutkas, den typischen Kleinbussen in Georgien, erschlossen. Es bietet sich an jeder Stelle der Straße die Möglichkeit, eine Marschrutka anzuhalten oder auszusteigen. Die Fahrpreise sind im Vergleich zu Deutschland gering. Die Fahrweise ist nervenaufreibend. 

Die Anzahl der Reiseveranstalter in Georgien, die Touren jeglicher Art entlang der Georgischen Heerstraße anbieten, ist in den letzten Jahren stark gestiegen. In Tbilissi stoßen Sie in den Touristischen Zentren wie der Altstadt ständig auf Werbung für Touren. Zahlreiche Angebote gibt es auch im Internet. Sie können auf diesen Weg nutzen, um auf der Georgischen Heerstraße zu reisen.

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