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Georgische Kultur

Archäologie

Ausgrabung in Dmanissi (Mittelalter)
Ausgrabung in Dmanissi (Mittelalter)

Die ersten Funde menschlicher Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Georgiens reichen weit in die Geschichte zurück. War man früher der Überzeugung, daß die Wiege der Menschheit in Afrika stünde, so wurde diese These durch Funde in Georgien in jüngster Zeit in Frage gestellt.

Seit 1991 gräbt ein deutsch-georgisches Team von Archäologen und Wissenschaftlern anderer Disziplinen am Fundplatz Dmanissi 85 Kilometer südwestlich von Tiflis. Hier steht auf einem dreieckigen Vulkanplateau zwischen zwei Flüssen eine mittelalterliche Ruinenstadt.

Schon 1983 hatten Forscher Knochen von Elefanten und Nashörnern gefunden, die in diesem Gebiet längst ausgestorben waren. 1991 stieß Dr. Antje Justus unterhalb des Schädels einer großen Säbelzahnkatze auf einen menschlichen Unterkiefer, der in der Fachwelt Staunen auslöste. Man datierte sein Alter auf 1,7 bis 1,8 Millionen Jahre. In unmittelbarer Nähe tauchten im Sommer 1999 in 1,25 Meter Tiefe zwei Schädel auf. Diese sind ebenfalls rund 1,75 Millionen Jahre alt, sie gehören einem erwachsenen und einem jugendlichen Mann und sind fast komplett erhalten.

Die Funde des Homo Erectus sorgten für eine wissenschaftliche Sensation. Man ging bisher davon aus, daß Menschen der Frühzeit erst rund eine Million Jahre vor unserer Zeitrechnung begonnen hatten, aus Afrika auszuwandern. Ein weiterer Fund in Israel war 200.000 Jahre jünger.

Die Universitäten in Tübingen und Tiflis arbeiten bei der archäologischen Forschung seit Jahren eng zusammen. So begannen im Jahre 1997Ausgrabungs-arbeiten am Siedlungshügel Didi Gora. Der Fundplatz liegt in Ostgeorgien in der Provinz Kacheti etwa auf halben Weg zwischen Schwarzem und Kaspischem Meer in der Ebene des Alasani, einem Nebenfluß der Mtkwari. Hier verweisen viele bronzezeitliche Gräber aus der Kaukasusregion mit ihrem Inventar auf intensive Kontakte dieser Region zur Ägäis und nach Westanatolien. So finden sich im Kaukasus Stichschwerter (Rapiere), Schmuck und Gefäßformen, die Parallelen im ägäischen Raum und in Westanatolien haben. Der Metallreichtum der Kaukasusregion ist geradezu sprichwörtlich und dürfte daher für die bronzezeitliche Welt von überregionaler Bedeutung gewesen sein.

Auch in der Shiraki-Ebene in Kachetien, ganz im Südosten Georgiens an der Grenze zu Aserbaidschan gelegen, wurden die Archäologen fündig. Hier verliefen die wichtigen Fernwege zum Iran. Im Jahre 1994 fanden Ausgrabungen in Gumbati statt, wo ein Militär- oder Verwaltungsposten mit einer palastartigen Anlage an der Peripherie des Achämenidenreiches freigelegt werden konnte. Viele der Fundstücke, die wir hier abgebildet haben, sind im Ethnographischen Museum in Tiflis im Original zu bewundern.

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