Die 13 Syrischen Väter

Die Dreizehn Syrischen Väter waren eine Gruppe von Wandermönchen, die im 6. Jahrhundert aus Mesopotamien ins heutige Georgien kamen, um dort das Christentum zu verbreiten. Sie spielten, wenige Jahrhunderte nach der Einführung des Christentums in Georgien im Jahr 337, eine wichtige Rolle bei der Verbreitung des christlichen Glaubens in Georgien. Heute werden sie von der georgisch-orthodoxen Kirche für ihre damalige Missionstätigkeit gewürdigt. Auf die 13 Syrischen Väter geht zudem die Gründung einer ganzen Reihe von Klosterkomplexen zurück.

Missionierung in Georgien

Nach der geschichtlichen Überlieferung wurden die 13 Syrischen Väter im georgischen Kloster in Jerusalem aufgezogen und ausgebildet. Von dort aus machten sie sich auf den Weg nach Georgien, um ihr Wissen an die Bevölkerung weiterzugeben. Ihr Tätigkeitsbereich befand sich in Ostgeorgien, dem früheren Königreich Iberien. 

Es sollte noch mehrere Jahrhunderte dauern, bis sich eine eigenständige Kirche in Georgien etablieren konnte. Bis zum 12. Jahrhundert, als die georgisch-orthodoxe Kirche die Autokephalie erlangte, lagen die Zentren der Kirche vor allem in Griechenland und in Bulgarien sowie in Konstantinopel. 

Quellenlage aus dem Mittelalter

Wie viele Biographien aus der Antike oder dem frühen Mittelalter gibt es auch bei der Geschichte der 13 Syrischen Väter eine Quellenlage, bei der Fakten nur unzureichend nachzuvollziehen sind. Viele Angaben gehen auf eine Quellensammlung auf dem 18. Jahrhundert zurück. Für vier der dreizehn Väter lassen sich originale Quellen nachweisen. Datierung und Urheberschaft dieser Texte sind umstritten, man schreibt sie den georgischen Patriarchen Arsen I (830-87) und Arsen II (955-80) zu. Andere Quellen datieren ins 7. Jahrhundert.

Anzahl der Mönche

Unklar ist auch, ob es sich wirklich um 13 Mönche gehandelt haben soll. Quellen aus dem 7. Jahrhundert berichten von 19 Mönchen. Die Zahl „13“ gilt ebenso wie beispielsweise die Zahlen „12“ (12 Apostel) oder „40“ (40 Tage Fastenzeit) als eine heilige Zahl. Damit gilt der Begriff der 13 Syrischen Väter mehr als ein symbolischer Begriff. 

Unstrittig ist, dass sich die Gründung mehrerer berühmter Klöster in Georgien auf einige der 13 Syrischen Väter festmachen lässt. Diese trifft z. B. für die Klöster Schiomghwime und David Geradsha zu. 

Liste der 13 Syrischen Väter

  • Davit Garedsheli (დავით გარეჯელი) / David Garedsha
  • Ioane Zedazneli (იოანე ზედაზნელი) / Johannes von Sedaseni
  • Abibos Nekreseli (აბიბოს ნეკრესელი) / Abibos von Nekresi
  • Shio Mgvimeli (შიო მღვიმელი) / Shiomgwime
  • Ioseb Alaverdeli (იოსებ ალავერდელი) / Josef von Alawerdi
  • Anton Martkopeli (ანტონ მარტყოფელი) / Anton von Martkopi
  • Tadeoz Stepantsmindeli (თადეოზ სტეფანწმინდელი) / Thaddeus von Stepantsminda
  • Piros Breteli (პიროს ბრეთელი) / Pyrrhus von Breti
  • Iese Tsilkneli (იესე წილკნელი) / Jesse von Tsilkani
  • Stepane Khirseli (სტეფანე ხირსელი) / Stefan von Chirsa
  • Isidore Samtavneli (ისიდორე სამთავნელი) / Isidor von Samtawisi
  • Mikael Ulumboeli (მიქაელ ულუმბოელი) / Michael von Ulumbo
  • Zenon Ikaltoeli (ზენონ იყალთოელი) / Senon von Ikalto
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