Provinz Ratscha-Letschchumi in Westgeorgien

Im Nordosten Imeretiens liegt die Provinz Ratscha, in deren Zipfel der Rioni entspringt. Das Rioni-Tal unterscheidet sich von dem des Zcheniszkali und des Enguri. Nach Ratscha gelangt man auf zwei Wegen, die beide in Kutaissi beginnen und sich in Ambrolauri begegnen.

Bischofskirche Nikorzminda

Die bedeutendste Sehenswürdigkeit in Ratscha ist die Bischofskirche Nikorzminda, die auf einem Hügel über dem gleichnamigen Dorf liegt. Von hier aus schweift der Blick des Besuchers über das Rioni-Tal bis zu den im blauen Dunst verschwimmenden Bergketten des Kaukasus. Die Kirche entstand während der Herrschaft von Bagrat III., zeitgleich mit der Bagrati-Kathedrale in Kutaissi. Der westliche und südliche Vorbau stammen noch aus dem ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts, während der Glockenturm im 19 Jh. wiedererrichtet wurde.

Seinen eigentlichen Ruhm verdankt Nikorzminda den Fassaden der Kirche. Drei georgische Künstler haben hier ein Gesamtkunstwerk geschaffen, das einen Höhepunkt georgischer Steinmetzkunst darstellt.

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