Provinz Guria in Westgeorgien

Die Provinz Guria liegt am Ufer des Schwarzen Meeres. Der größte Teil der Region entspricht dem Kolcheti-Tal. Das Klima ist subtropisch, entsprechend die Vegetation. Administrativ gliedert sich die Provinz in die 3 Kreise Osurgeti, Tschochatauri and Lantschchuti. Das Verwaltungszentrum ist die größte Stadt in der Provinz, Osurgeti mit 23.000 Einwohner. Die gesamte Provinz umfasst eine Fläche von 2020 qm² und hat 167.000 Einwohner.

Geographische und klimatische Bedingungen

Die geographischen und klimatischen Bedingungen erlauben in der Provinz eine reichhaltige landwirtschaftliche Nutzung. So werden Tee, Mais und Zitrusfrüchte angebaut. Natürlich wird auch Weinbau betrieben. An Bodenschätzen bietet die Region Vorkommen von Silber und Blei, auch einige kleinere Ölquellen. Die Wasserquellen bringen Mineralwasser hervor, das ein gutes Heilwasser darstellt. Bekannt sind die Marken "Nabeglavi" und "Nasakirali".

Ein großer Teil der Provinz, rund 44%, sind von Wald bedeckt. Einige dieser Waldflächen stehen unter Naturschutz. Zu ihnen zählen die Waldgebiete von Bachmaro, Nabeglawi, Gomismta, Schekwetili, Ureki und Grigoleti. Dabei liegen Bachmaro and Gomismta in der Alpinen Zone, in einer Höhe von rund 2000 m über dem Meeresspiegel.

Baudenkmäler

Unter Denkmalschutz stehen 200 der Baudenkmäler aus vergangener Zeit, wie in anderen Teilen Georgiens mit seinen 4000 geschützten Bauten. Eine Besonderheit ist im Badeort Ureki zu bewundern: der magnetische Sand. Dieser verspricht eine ausgezeichnete Heilwirkung.

Menschen in Guria

Die Menschen in Guria zeichnen sich durch besondere Charakterzüge aus. So stehen sie in dem Ruf, in ganz Georgien der Menschenschlag mit der schnellsten Zunge zu sein. Sie reden und denken erheblich schneller als z. B. die Menschen aus Ratscha, die für ihre langsame Art berühmt sind. Ebenso stehen die Menschen aus Guria in dem Ruf, äußerst freundlich, witzig und wahre Frohnaturen zu sein.

Geschichte in Guria

Geschichtlich erwähnt wird die Provinz Guria erstmalig im 8. Jh. nach Christus. Der Name der Provinz leitet sich aus dem Megrelischen ab und bedeutet "Herz". Doch schon länger leben Menschen in dieser Provinz, denn aus der Alt- und der Jungsteinzeit finden sich im Boden reichhaltige Hinterlassenschaften früherer Bewohner. Dazu zählen Münzen aus den früheren Nachbarstaaten, die auf einen regen Handel hindeuten. Auch die Festung Waschnauri stellt einen Fund aus früheren Zeiten dar, ebenso die Festung Schemokmedi und Dshumati.

Bildung spielt eine Rolle

Bildung spielt in Guria eine wichtige Rolle. Im Jahr 1892 wurde im Aketi die erste Bibliothek eingerichtet, sie war die erste in ganz Georgien. In den nächsten 5 Jahren errichtete man in Guria weitere 12 Bibliotheken. Dort steht seit 150 Jahren auch das Staatstheater, benannt nach Alexander Zuzunawa.

Persönlichkeiten aus Guria

Aus der Provinz stammen eine Menge bekannter intellektueller und künstlerischer Persönlichkeiten. So z. B. Alexander Tsutsunava und Victor Dolidze. Andere bekannte Schriftsteller, Tänzer, Sänger und Künstler sind: Nodar Dumbadze, Anna Kalandadse, Nino Ramischwili, Ansor Erkomaischwili, Dschemal Tschkuaseli.

Baden oder Ski fahren

Neben den Badeorten Schekwetili, Ureki und Grigoleti gibt es auch die Möglichkeit, in der Nähe des Schwarzen Meeres Wintersport zu betreiben. In den Flüssen Bshushi, Natanebi, Bachwis Zkali und Gubaseuli hat man die Möglichkeit, Angeln zu gehen. In der Zeit ab der zweiten Hälfte des Novembers liegt in der Bergen Schnee, der bis zu 3 Metern Dicke anwachsen kann und hervorragende Bedingungen zum Skifahren bietet. Orte zum Skifahren sind Nabeglawi und Nasakirali.

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