Wichtige Ereignisse in Georgien

Im 20. und 21 Jahrhundert gab es in Georgien mehrere Ereignisse, die für die georgische Geschichte nachhaltig von Bedeutung waren. Dies waren Massaker, Demonstrationen, aber auch friedliche Machtwechsel. Diese Ereignisse stellen wir hier genauer vor.

Tage der georgischen Geschichte

Den Anfang macht der Tod eines Politikers, der nach Ansicht seiner Familie nicht freiwillig erfolgte: Surab Shwania starb im Februar 2005.

Drei Jahre nach Stalins Tod kam es in Tbilissi zu einem Aufstand. Georgier demonstrierten für Stalin und für einen unabhängigen Staat. Die Rote Armee schlug die Demonstrationen blutig nieder. Der Aufstand ging als das Massaker von Tbilissi in die Geschichte ein.

Der Aufstand der Georgier ist in Deutschland kaum bekannt. Wenige Wochen vor Ende des II. Weltkriegs rebellierten 800 georgische Soldaten auf Texel gegen die deutsche Wehrmacht. Der Aufstand dauerte fast zwei Wochen länger als der Krieg selber.

Georgischer Aufstand auf Texel (6. April 1945)

Im II. Weltkrieg zogen rund 700.000 Georgier für die Rote Armee in den Krieg. 30.000 Georgier dienten als Soldaten in den Reihen der deutschen Wehrmacht. Viele von ihnen entflohen damit der Kriegsgefangenschaft. 

Am 6. April 1945 rebellierten 800 georgische Soldaten auf Texel gegen die Wehrmacht. Der Aufstand der Georgier wurde blutig niedergeschlagen und dauerte länger als der Krieg.

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Georgischer Aufstand auf Texel 1945: Soldaten aus Georgien gegen Wehrmacht

Massaker von Tbilissi (9. März 1956)

Stalin hatte fast drei Jahrzehnte lang die Sowjetunion geführt. Als er im März 1953 starb, war die Sowjetunion voll der Trauer, und selbst heute hat er nicht nur in seiner Heimat Georgien Anhänger. 

Sein Nachfolger Nikita Chruschtschow setzte drei Jahre später eine Politik der Entstalinisierung um. Dies traf nicht überall auf Gegenliebe. In der georgischen Hauptstadt Tbilissi kam es zu einem Massaker, bei dem die Rote Armee mindestens 80 Menschen getötet hat. 

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Massaker von Tbilissi 9. März 1956: Aufstand für Stalin und Georgien

Tag der Muttersprache (14. April 1978)

Der 14. April ist in Georgien der Tag der Muttersprache. Dieser Tag wird nicht offiziell als Feiertag begangen, ist aber ein wichtiger Tag im Angedenken an die Geschichte Georgiens in der Zeit der Sowjetunion. Denn an diesem Tag errangen die Menschen in Georgien einen Sieg gegen den Willen der Sowjetunion, die georgische Amtssprache durch die russische Sprache zu ersetzen.

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Tag der Muttersprache: Demonstration in Georgien 14. April 1978

Flugzeugentführung in Tbilissi (18. November 1983)

Am 18. November 1983 entführte eine Gruppe junger Menschen aus Georgien ein Flugzeug des Linienflugs 6833 der sowjetischen Fluggesellschaft Aeroflot. Bei den Entführern handelte es sich um einen bekannten georgischen Schauspieler, mehrere Maler und Ärzte. Die Entführung scheiterte, die jungen Männer und ein Priester wurden verurteilt und hingerichtet. Die Entführung wurde später in Büchern, einem Theaterstück und Filmen aufgearbeitet.

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Flugzeugentführung in Tbilissi am 18. November 1983

Tod von Surab Shwania (3. Februar 2005)

Surab Schwania war einer der profilitiersten Politiker in Georgien zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Mit der Rosenrevolution in Georgien gehörte er mit zur neuen Machtspitze. Am 3. Februar 2005 wurde er tot aufgefunden.

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