Reiseberichte Georgien im Sommer 2002

Von der Sowjetunion ins Internetzeitalter

Im Jahr 2002 treibt es uns zuerst zur Familie in georgische Hauptstadt Tbilisi. Auf dem Rustaweli-Prospekt stelle ich fest, dass dort das Internet Einzug gehalten hat. Dafür sind die Relikte der Zeit der Sowjetunion neben den Ikonen der westlichen Welt zu sehen.

Eine längere Reise führt uns fast bis ans Schwarze Meer. Am Rande der Kolchischen Ebene bleiben wir ein paar Tage in dem Dorf Persati, in dem mein Schwager aufgewachsen ist. Ein Abstecher führt uns in den Kurort Sairme, der in der Zeit der Sowjetunion für sein Wasser für Magenbeschwerden berühmt war. Ich werde an eigene Leib erfahren, welche Folgen dieses Wasser haben kann.

Ein Muss für jeden Reisenden in Georgien ist die Akademie Gelati.

Schließlich führen uns Tagestouren in die Höhlenstadt Uplisziche und auf die Spuren von Nino, der Schutzpatronin Georgiens.

Mit dem Blaubär nach Tiflis

Beim Blick nach draußen auf die Boeing 737, die da unten am Terminal des Frankfurter Flughafens auf unseren Einstieg wartet, beschleichen mich erste Zweifel. Was haben diese geflickten Stellen an oberen Rande des Cockpits zu bedeuten? Hat der Lufteinlauf des linken Triebwerks auch so eine abgeflachte Form an der Unterseite?

Nach Tiflis

Mit dem Blaubär nach Tiflis ✔ Reise Georgien Tbilissi 2002

Der Rustaweli-Prospekt geht online

Der Mai geht dem Ende entgegen, und schon im Tifliser Vorort Gldani künden die Sonnenstrahlen den Sommer an. Wir fahren mit der Bahn in die Stadt, der Automat an der Treppe verschluckt sich an meiner Münze, man braucht immer erst einige Versuche, um sich an die Feinmotorik zu gewöhnen.

Rustaweli-Prospekt

Der Rustaweli-Prospekt geht online ✔ Reise Georgien 2002

Persati: Lichter in der Dunkelheit

Knapp eine Woche in Tiflis liegt hinter uns, als wir zur Tour ins Wochenende aufbrechen. Das Wetter ist bedeckt, als wir gegen Abend auf der S-1 aus Tiflis hinausfahren, durch Chaschuri und vorbei an Gori, immer Richtung Westen. In Chaschuri fahren bei wir bei Verwandten vorbei.

Persati

Persati: Lichter in der Dunkelheit ✔ Reisen Georgien 2002

Wani: 2.500 Jahre vor der EU

Am Samstag brechen wir zur ersten Tour nach Wani auf. Bis dort sind es zwar nur 30 km, aber wir brauchen für die Strecke mit dem Auto 2 Stunden. Die Straße war mutmaßlich früher asphaltiert. Heute sind viele Abschnitte nur im 1. und 2. Gang, teilweise im Schritttempo mit schleifender Kupplung, zu befahren.

Wani vor EU

Wani ✔ 2.500 Jahre vor der EU: Archäologie und Gold ✔ Reise Georgien 2002

Sairme: Wasser, Wein und Wehen

Nach einer Mittagspause brechen wir auf Richtung Sairme. Es gibt Orte in Georgien, denen ein fast legendärer Ruf vorausgeht, ähnlich wie Borjomi. Denn ebenso wie dort entspringen in Sairme mehrere Quellen, denen eine große Heilkraft nachgesagt wird.

Sairme

Sairme: Wasser, Wein und Wehen ✔ Reisebericht Georgien 2002

Akademie Gelati: Ein Treffen mit David dem Erbauer

Am Sonntag reißt der Himmel endgültig auf. Ende Mai wird es so heiß, dass wir erst gegen 5 Uhr Nachmittags zu unserer Rückreise aufbrechen, auf der wir noch einige kulturelle Fundstücke mitnehmen wollen. Im Zentrum von Persati nehmen wir die Straße nach Kutaissi, geben dem Sierra etwas zu trinken und ärgern uns hinterher über die Klopfgeräusche des minderwertigen Benzins.

Akademie Gelati

Akademi Gelati: Ein Treffen mit David dem Erbauer ✔ Reise Georgien 2002

Abstecher nach Mzcheta

Schon im vergangenen Jahr hatten wir eine Tagestour Richtung Mzcheta unternommen. Die Stadt liegt ca. 30 km nördlich von Tiflis und bietet mehrere Sehenswürdigkeiten, die sich in so gut wie jeder Publikationen über Georgien wiederfinden. Dort mündet der Aragwi in den Mtkwari, das Bild des Zusammenflusses ist ebenso oft zu sehen wie die umliegenden Kirchen.

Abstecher Mzcheta

Abstecher nach Mzcheta: Dshwari-Kloster ✔ Reise Georgien 2002

Uplisziche: Zuschlag, bitte

Wer die Reiseberichte der letzten Tage verfolgt hat, wird feststellen, daß wir nicht nur Positives aus Georgien berichten. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, auch auf manche Schattenseite hinzuweisen. Zu diesen zählt leider auch in vielen Ländern, nicht nur der GUS, daß man als Tourist oft höhere Preise zahlt als Normalbürger.

Uplisziche

Uplisziche: Höhlenstadt in Georgien ✔ Reisebericht Georgien 2002

Blau in Kinzwissi

Auf der Strecke nach Gori hatten wir die Kirche Samtawissi besucht. Dort ist ein berühmter Ringer beerdigt. Nach der Ausfahrt aus Gori setzen wir unseren Weg Richtung Kutaissi fort und folgen den Schildern zum Kloster Kinzwissi. Die Straße windet sich in Serpentinen den Berg hoch.

Kinzwissi

Blau in Kinzwissi ✔ Kirche in Samtawissi, Fresken, Kunstgeschichte ✔ Reise Georgien 2002

Auf Ninos Spuren

Der Sonntag der Kommunalwahl ist angebrochen. In Chaschuri sind alle Wahlzettel über Nacht gestohlen worden, in Rustawi hat eine Menschenmenge eine Marschrutka mit einem Polizisten an Bord angegriffen. Die Einfallstraßen der Stadt sind dicht. Rustawi 2 berichtet live über erste Manipulationen.

Ninos Spuren

Auf Ninos Spuren ✔ Kloster Ninozminda ✔ Provinz Kacheti in Ostgeorgien

Nebel über Bodbe

Auf unserer Tour durch die kulturellen Spuren Georgiens fahren wir weiter nach Bodbe. Dort ist ein weiteres Nonnenkloster. Oft sind die Anlagen rund um die Sakralbauten nicht sehr gepflegt, die Gräber der Geistlichen versinken im Gras. Bodbe macht hier eine Ausnahme.

Kloster Bodbe

Bodbe ✔ georgisches Kloster ✔ Grab der Heiligen Nino ✔ Reisebericht Georgien 2002