Georgische Geschichte

Von der Frühzeit bis ins 21. Jahrhundert

Die Geschichte Georgiens ist seit Anbeginn von der Lage zwischen verschiedenen Machtblöcken gekennzeichnet. Waren es früher Römer und Skythen, später Byzanz, Araber und Seldschuken, so ist es heute die Lage zwischen der ehemaligen Sowjetunion und der moslemischen Welt, die Georgiens Lage zeichnet.

In diesem Zusammenhang ist es bewundernswert, dass die Menschen in Georgien sich seit mehr als 2 Jahrtausenden behaupten und nach allen Kriegen stets wieder den Mut gefasst haben, das Land neu aufzubauen. Eine lange Zeit, wenn man daran denkt, dass es Deutschland z. B. erst wieder seit 145 Jahren gibt.

Über die Jahrhunderte erfolgten Machtwechsel in Georgien stets mit Blutvergießen und Gewalt. Im Oktober 2012 erfolgte erstmalig ein demokratischer Machtwechsel.

Steinzeit in Georgien

Die ältesten Spuren einer Besiedlung in Georgien finden sich in Dmanissi mit fünf Schädel von Menschen der Spezies Homo Erectus ausgegraben. Später siedelte der Neandertaler in Georgien. Nach der letzten Eiszeit begann sich der Homo Sapiens in Georgien niederzulassen.

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Steinzeit in Georgien: Homo Erectus und Neandertaler

Archäologie in Georgien

Die ersten Funde menschlicher Siedlung auf dem Gebiet des heutigen Georgiens reichen weit in die Geschichte zurück. War man früher der Überzeugung, daß die Wiege der Menschheit in Afrika stünde, so wurde diese These durch Funde in Georgien in jüngster Zeit in Frage gestellt.

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Archäologie in Georgien: Homo Erectus Dmanissi ✔ Griechen Wani

Bronzezeit und Eisenzeit in Georgien

Das Ende der Steinzeit brachte in Georgien den Übergang von der Form der Jäger und Sammler hin zur Landwirtschaft mit sich. Die Menschen wurden sesshaft und begannen neben Ackerbau und Viehzucht auch das Handwerk weiter zu entwickeln. Die ersten Gruben für den Bergbau in Georgien entstanden. 

Auf dem Gebiet des heutigen Georgien entwickelten sich die Kura-Araxes-Kultur und die Trialeti-Kultur.

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Geschichte in Georgien ✔ Bronzezeit und Eisenzeit ✔ Metallverarbeitung

Antike in Georgien

Die ersten Staaten auf dem Gebiet Georgiens bildeten sich ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. mit Kolchis in Westgeorgien und Iberien ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. in Ostgeorgien. Im Jahr 337 wurde das Christentum offizielle Staatsreligion in Georgien.

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Antike in Georgien: Königreiche Iberien und Kolchis

Blütezeit und Verfall im Mittelalter

Das Mittelalter war für Georgien eine Zeit gravierender Entwicklungen. In diesen Jahrhunderten wurde Georgien zum Spielball fremder Mächte. Sie raubten das Land aus, sorgten aber auch dafür, dass sich ein christlich geprägtes Bewussten einer georgischen Nation entwickelte.

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Georgien im Mittelalter: König Davit ✔ Königin Tamar ✔ Blütezeit und Verfall

Neuzeit in Georgien

Nach dem Ende des Mittelalters konnte der Einfluss der moslemischen Nachbarn zurückgedrängt werden. Dafür mischte sich ab dem 19. Jahrhundert der expandierende nördliche Nachbar Russland ein.

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Georgische Geschichte in der Neuzeit: Unabhängigkeit und Besatzung

Erste Republik in Georgien 1918 bis 1921

Mit den Revolutionen in Russland und dem damit verbundenen Zusammenbruch des Zarenreiches änderte sich die Lage in Georgien. Die erste demokratische georgische Republik wurde 1918 ausgerufen, es gab die ersten freien Wahlen in Georgien. Doch die Rote Armee hatte Verbündete in Georgien. Die Bolschewiken bereiteten der ersten Demokratie in Georgien nach nur drei Jahren mit einem Blutvergießen 1921 ein Ende. Bei den folgenden Säuberungen verloren Zehntausende Georgier ihr Leben.

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Erste Republik in Georgien 1918 - 1921: Georgische Unabhängigkeit

Sowjetische Zeit in Georgien

Wenige Jahre nach dem gewaltsamen Ende der ersten Demokratie in Georgien und dem Aufbau des sozialistischen Imperiums kam der wohl bekannteste Georgier aller Zeiten in Moskau an die Macht: Jossif Dschugaschwili, den meisten eher vertraut unter dem Namen Stalin. Seine Säuberungen forderten gerade unter den georgischen Bürgern in der Sowjetunion einen hohen Blutzoll.

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Sowjetische Zeit in Georgien: Stalin, Säuberungen, Sowjetunion, Aufbau

Unabhängiges Georgien seit 1991

Am 26. Mai 1991 erklärte sich Georgien für unabhängig. Nach rund 70 Jahren in der Sowjetunion war das Erbe nicht einfach anzutreten. Die ersten Jahre der Unabhängigkeit waren geprägt von Bürgerkriegen, politischen Wirren, Korruption und wirtschaftlicher Stagnation. Reformen brachten Georgien im 21. Jahrhundert zu Demokratie und westlicher Orientierung.

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Georgische Geschichte: Unabhängigkeit Georgien 1991

Deutsche Spuren in Georgien

Zwischen Deutschland und Georgien gibt es seit Jahrhunderten Beziehungen. Im 19. Jahrhundert wanderten mehrere Tausend Schwaben aus Deutschland nach Georgien aus und bauten eigene Dörfer. Firmen wie Siemens sind seit mehr als 100 Jahren in Georgien aktiv. Und deutsche Kriegsgefangene haben wichtige Arbeit beim Aufbau Georgiens nach dem II. Weltkrieg geleistet. Auf dieser Seite wollen wir einige der deutschen Spuren in Georgien vorstellen.

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Deutsche Spuren in Georgien: Siedler ✔ Forscher ✔ Architekten

Tage der Geschichte in Georgien

Im 20. und 21 Jahrhundert gab es in Georgien mehrere Ereignisse, die für die georgische Geschichte nachhaltig von Bedeutung waren. Dies waren Massaker, Demonstrationen, aber auch friedliche Machtwechsel. Diese Ereignisse stellen wir in diesem Kapitel genauer vor.

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Tage der georgischen Geschichte: Ereignisse in Georgien