Georgische Literatur

Als das erste überlieferte literarische Werk gilt in Georgien die von Jakob Zurtaweli niedergeschriebene Legende vom "Martyrium der heiligen Schuschanik" aus der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts.

In den folgenden Jahrhunderten fand die christliche Literatur ihre Heimstatt in den Klöstern, wo die Mönche Kirchenschriften übersetzten, weltliche und geistliche Chroniken führten und die Voraussetzungen für eine weltliche Literatur schufen. Im "Goldenen Zeitalter" Georgiens, von Dawit dem Erbauer bis zu seiner Urenkelin Tamar, gelangte die georgische Literatur zu ihrem ersten Höhepunkt.

Ilia Tschawtschawadse und Akaki Zereteli

An der vordersten Front der zumeist adeligen Patrioten standen Ilia Tschawtschawadse (1837-1907) und Akaki Zereteli (1840-1915), die die Grundlagen für die moderne georgische Literatur legten. Zur gleichen Zeit lebte Alexander Kasbegi (1848-1893), der das Leben des einfachen Volkes besang und dessen Recht auf Eigenart, Originalität und Unabhängigkeit vehement verteidigte. Einer der eigenwilligsten Dichter seiner Zeit war Washa Pschawela (1861-1915), der den Menschen und die Natur in das Zentrum seiner Dichtung stellte und vom Menschen verlangte, die Natur zu lieben, nicht zu zerstören.

Mehr über das Leben und Wirken von Ilia Tschawtschawadse und Akaki Zereteli finden Sie im Magazin der Georgienseite.

Der Recke im Tigerfell

Eines der wichtigsten Werke der georgischen Literatur ist das Meisterwerk "Der Recke im Tigerfell" von Schota Rustaweli, dessen Herkunft und Leben ebenso wie sein genaues Geburts- und Sterbedatum im Dunkeln liegen.

Der Recke im Tigerfell

Der Recke im Tigerfell ✔ Schota Rustaweli ✔ Literatur Georgien

Georgische Romantik: 18. und 19. Jahrhundert

Unter den Dichtern des 18. Jahrhunderts ragen zwei Poeten hervor: Dawit Guramischwili (1705-1792) und Bessarion Gabaschwili (1750-1791).

Die erzwungene Allianz mit Russland bedeutete die Einbeziehung Georgiens in den europäischen und russischen Prozeß. In dieser Zeit entwickelte sich die georgische Romantik

Georgische Romantik: 18. und 19. Jahrhundert

Georgische Literatur 18. und 19. Jahrhundert ✔ Kultur aus Georgien

Wascha-Pschawela

Der georgische Schriftsteller Wascha-Pschawela wurde 1861 als Luka Rasikaschwili Tschargali geboren. Er schrieb Romane und Gedichte, die in mehr als 20 Sprachen übersetzt wurden. Geprägt wurden sein Leben und sein Werk von seiner Heimatregion Chewsureti, die den Hintergrund für zahlreiche seiner Werke bildet.

Wascha-Pschawela

Wascha-Pschawela ✔ Georgischer Schriftsteller ✔ Literatur Georgien

Futuristen und Symbolisten

Die beiden ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts standen unter dem Stern der Futuristen und Symbolisten, zu denen unter anderem Galaktion Tabidse, Paolo Iaschwili, Tizian Tabidse, Giorgi Leonidse und Michael Dshawachischwili zählten.

Futuristen und Symbolisten

Futuristen und Symbolisten ✔ Georgische Schriftsteller ✔ Literatur in Georgien

Sowjetische Zeit in Georgien

Unter den Schriftstellern der sowjetischen Periode verdient vor allem Nodar Dumbadse Beachtung, dessen Romane sich wie Chroniken aus dem Leben "des kleinen Menschen" lesen.

Sowjetische Zeit in Georgien

Sowjetische Zeit ✔ Literatur SSR Georgien in Sowjetunion ✔ georgische Schriftsteller