Deutsche Spuren in Georgien: Siedler, Forscher und Architekten

Architekten, Geographen, Botaniker, Auswanderer

Zwischen Deutschland und Georgien gibt es seit Jahrhunderten Beziehungen. Im 19. Jahrhundert wanderten mehrere Tausend Schwaben aus Deutschland als Siedler nach Georgien aus und bauten eigene Dörfer. Firmen wie Siemens sind seit mehr als 100 Jahren in Georgien aktiv. Deutsche Architekten haben viele Gebäude am Rustaweli-Prospekt errichtet. Gustav Radde hat als Forscher den Kaukasus in wissenschaftlich bearbeitet. Heinrich Scharrer baute den Botanischen Garten in Tbilissi aus. Und deutsche Kriegsgefangene haben wichtige Arbeit beim Aufbau Georgiens nach dem II. Weltkrieg geleistet. Auf dieser Seite wollen wir einige der deutschen Spuren in Georgien vorstellen.

Deutsche Architekten in Georgien

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts herrscht Aufbruchstimmung in Tbilissi. In der Innenstadt werden zahlreiche neue Gebäude errichtet. Beim Bau des Rathauses, der Oper und weiterer Gebäude spielen deutsche Architekten eine wichtige Rolle. Noch heute findet man diese Spuren in Georgien. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Architekten und ihre Bauwerke vor.

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Spuren deutscher Architekten in Georgien: Bauwerke in Tbilissi

Gustav Radde

Gustav Radde - dieser Name fällt oft, wenn man über deutsches Erbe in Georgien spricht. Er war nicht nur in der Geographie bewandert, sondern auch in anderen Forschungsdisziplinen. So beschäftigte er sich mit Ornithologie, Botanik und Ethnologie. Ein Studium hatte er nicht absolviert, er war Autodidakt. Hier ist seine Geschichte. 

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Gustav Radde: Deutscher Geograph in Georgien ✔ Forschung im Kaukasus

Heinrich Scharrer

Auf Heinrich Scharrer geht das wahrscheinlich größte deutsche Erbe in Georgien zurück, jedenfalls was die Fläche angeht: Der Botanische Garten in Tbilissi. Vorher hat er den Alexanderpark errichtet. Hier ist seine Geschichte.

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Heinrich Scharrer - Direktor Botanischer Garten in Tbilissi

Schwäbische Auswanderer

Nicht nur im 21. Jahrhundert, auch in früheren Zeiten sind Menschen wegen eines Krieges, wegen mangelnder Versorgung mit Nahrung und Arbeit oder wegen religiöser Konflikte aus ihrer Heimat geflohen. Während wir heute eine Fluchtbewegung aus den Staaten südlich des Mittelmeeres nach Europa erleben, sind in früheren Jahrhunderten Menschen aus Deutschland in andere Staaten geflohen. Viele in die USA, aber einige auch nach Georgien. Dies ist die Geschichte der Schwäbischen Auswanderer in Georgien. 

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Deutsche Siedler: Schwaben als evangelische Flüchtlinge in Georgien

Deutsche Kriegsgefangene in Georgien

In der Zeit des II. Weltkriegs gerieten Hunderttausende Soldaten der deutschen Wehrmacht in russische Kriegsgefangenschaft. Viele von ihnen wurden nach Sibirien deportiert, andere mussten in Moskau arbeiten. Einige deutsche Kriegsgefangene wurden auch nach Georgien gebracht, um dort zu arbeiten.

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Gräber deutscher Kriegsgefangener in Georgien: Sairme

Verhaftungen und Deportationen

Die Lage der deutschen Siedler in Georgien war über Jahrzehnte hinweg ein Spiegelbild außenpolitischer Ereignisse. Hatte Zarin Katharina die Siedler noch mit Vergünstigungen ins Zarenreich geholt, so hatten der Krimkrieg und später die Weltkriege üble Folgen für die Deutschen in Georgien. Es kam zu Deportationen und Verhaftungen.

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Verhaftungen und Deportationen: Deutsche Spuren in Georgien