Samzche-Dshawacheti: Borjomi, Bakuriani und Höhlenstadt Wardsia

Die georgische Region Samzche-Dshawacheti hat eine abwechslungsreiche Landschaft zu bieten. Diese bietet subalpine Wälder und Wiesen bei Bakuriani und Abastumani ebenso vulkanische Berge und Täler bei Wardsia. Das Land ist reich an Wasser, nicht nur an Mineralquellen wie in Bordshomi, sondern auch an Flüssen und Seen. Wirtschaftlich zählt diese Region allerdings zu den ärmsten Georgiens. Es gibt so keine Industrie mehr in dieser Region. Auch der Verkauf der landwirtschaftlichen Produkte wie z. B. der berühmten Kartoffeln aus der Region ist problematisch. Anbieter aus dem Ausland sind meist preiswerter, außerdem stellt der Transport zu den Märkten wegen fehlender Fahrzeuge und reparaturbedürftiger Straßen ein Problem dar.

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Bordshomi

Das für sein Mineralwasser bekannte Bordshomi und die Bakuriani-Schlucht gehören zu den wunderschönen Berglandschaften im Kleinen Kaukasus.

Seinen Ruhm verdankt Bordshomi den Mineralquellen, die als "Wunderwasser" Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt wurden. Der Kurort gehörte der Zarenfamilie und nur sie allein bestimmte über die Nutzung der errichteten Sanatorien und Paläste. Der originellste von ihnen ist der Likani-Palast. Auf dem Territorium des Parks befinden sich die wichtigsten Mineralquellen. Die Wässer der verschiedenen Quellen haben ihre heilende Wirkung bei der Behandlung verschiedener Krankheiten des Magen-Darm-Trakts, Herz- und Nervenleiden unter Beweis gestellt.

Bereits 1896 entstand eine erste Fabrik zum Abfüllen des Wassers in Flaschen. Einen Grand-Prix errang das Bordshomi-Wasser im belgischen Kurort Spa. Die beste Therapie ist aber die vor Ort, in einem der acht Sanatorien.

In der Umgebung der Stadt gibt es einige Sehenswürdigkeiten. Zu ihnen gehören die Timotesubani-Kirche, die auf einem Felsen am Zarenpark gelegenen Ruinen der Petrisziche-Festung aus dem 10./12. Jahrhundert. Die weiteren Festungen Gorgisziche (Festung des Heiligen Georg) und Gwirgwina boten zuverlässigen einen Schutz vor den Feinden, die oft versucht haben, entlang des Mtkwari-Tals von Süden ins Innere Kartli einzudringen.

Wintersportort Bakuriani

Bakuriani ist eines der Wintersportzentren des Landes. Der Kurort liegt an der Grenze der subalpinen Zone in einer Höhe von 1.600 bis 1.800 Metern über dem Meeresspiegel. Die reine Bergluft und die Mineralquellen in seiner Umgebung haben eine positive Auswirkung auf die Behandlung von Asthma. Der Ort ist in den letzten Jahren stark gewachsen, die Infrastruktur für den Wintersport ist auf dem aktuellen technischen Stand. Die Pisten werden von Jahr zu Jahr erweitert, Hotels und Häuser mit Appartements wachsen aus dem Boden. Im Sommer bietet Bakuriani ebenfalls eine Reihe von Angeboten für Urlauber und ist gerade bei Familien beliebt.

Achalziche mit der Rabati-Festung

Im Süden Georgiens liegt die georgische Stadt Achalziche mit ca. 18.000 Einwohnern. Die ersten schriftlichen Erwähnungen der Stadt gehen ins 12. Jahrhundert zurück. Die Stadt in einer Höhe von 1029 Metern über NN. Die Stadt liegt im Süden Georgiens ist geprägt durch ihre Lage nahe zur Grenze mit der Türkei und durch einen großen Anteil armenischer Einwohner in der Bevölkerung, ein typischer Sachverhalt für die gesamte Region in Süd-Georgien.

In seiner bewegten Geschichte hat Achalziche mehrfach die Herrschaft gewechselt. In der Zeit vom 13. bis 17. Jahrhundert wurde die Stadt von einer georgischen Adelsfamilie beherrscht. 1576 überfielen osmanische Truppen Achalziche und annektierten die Stadt, im Jahr 1628 wurde Achalziche Hauptstadt der gleichnamigen Provinz des osmanischen Reiches. Russische Truppen vertrieben 1828 die türkischen Besatzer, der Versuch einer Rückeroberung durch osmanische Truppen scheiterte 1829.

Touristisches Highlight in Achalziche ist die Rabati Festung. Die Altstadt ist befestigt, in einer weiteren Unterteilung gibt es darin eine Festungsanlage und eine Burg. Die Festung wurde in den Jahren 2010 und 2011 renoviert und ist für Besucher gegen einen geringen Eintritt zugänglich.