Auf Ninos Spuren: Kloster Ninozminda in der Provinz Kacheti

Der Sonntag der Kommunalwahl ist angebrochen. In Chaschuri sind alle Wahlzettel über Nacht gestohlen worden, in Rustawi hat eine Menschenmenge eine Marschrutka mit einem Polizisten an Bord angegriffen. Die Einfallstraßen der Stadt sind dicht. Rustawi 2 berichtet live über erste Manipulationen. Der Regengott findet dies alles offenbar sehr traurig und sendet Regenschauer auf uns herab, während die Menschen in Deutschland in der Sonne braten. Ein Anruf in Kacheti teilt uns mit, dass es dort nicht regnet.

Informationen zu Ninozminda

800 m ü. NN. Mehrfach restauriert; 11. / 12. / 17. Jh. Kirche ist nach Erdbeben 1824 und 1848 eingestürzt. Wichtige Bibliothek religiöser Bücher. Glockenturm war einer der größten in Georgien.

Das Kloster Ninozminda in Georgien

Nun ja, wir umfahren von Gldani aus die Stadt am Tifliser Meer entlang und nehmen die Route auf der S-5 heraus aus der Stadt nach Kacheti. In diesem Teil Georgiens gibt es zahlreiche Kulturgüter, die sich zu besichtigen lohnt. An der Straße grüßen oft kleinere Burgen oder Kastelle aus kriegerischen Zeiten.

Wir erreichen Ninozminda. Das Hauptschiff der Kirche ist zum größten Teil eingestürzt (siehe Kasten), so daß der Altar nun offen steht. Bruchstücke des alten Mauerwerks liegen nun neben der Kirche. In der Kapelle neben dem Wohntrakt des Klosters treffen wir eine Nonne, die das Kloster heute offensichtlich alleine führt. Sie fragt uns nach unseren Familien und ist etwas erstaunt, daß es bei der ausländischen Reisegruppe nur um mich handelt.

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