Georgische Unabhängigkeit: Geschichte in Georgien seit 1991

Am 26. Mai 1991 erklärte sich Georgien für unabhängig. Nach rund 70 Jahren in der Sowjetunion war das Erbe nicht einfach anzutreten. Die ersten Jahre der Unabhängigkeit waren geprägt von Bürgerkriegen, politischen Wirren, Korruption und wirtschaftlicher Stagnation. Dies galt vor allem für die Ära Gamsachurdia und die Ära Schewardnadse. 

Erster Machtwechsel durch Wahlen in Georgien

Im 21. Jahrhundert kam der Populist Micheil Saakaschwili durch einen Machtwechsel ins Amt des Präsidenten. Zuerst als demokratischer Hoffnungsträger gefeiert, erwies er sich mit den Jahren als Autokrat, der friedliche Demonstranten niederknüppeln und Zehntausende von georgischen Bürgern in neue Gefängnisse sperren lies. Am 8. August 2008 ließ er sich von Russland zu einem Krieg provozieren. Im Oktober 2012 gab es dann mit dem Sieg der Partei „Georgischer Traum“ den ersten demokratischen Machtwechsel in der langen Geschichte Georgiens. 

Ära Gamsachurdia (1991 / 1992)

Der Schriftsteller Swiad Gamsachurdia wurde am 26. Mai 1991, dem Tag der Unabhängigkeit in Georgien, zum ersten Präsidenten Georgiens. Er erhielt 86% der abgegebenen Stimmen. Gamsachurdia etablierte sich schnell als autoritär regierender Politiker, der Georgien in den folgenden Monaten in einen Bürgerkrieg stürzte.

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Ära Gamsachurdia Georgien ✔ 1991-1992 ✔ Unabhängigkeit ✔ Bürgerkrieg

Bürgerkrieg in Georgien

Nach ihrem Sieg holten die Streitkräfte den früheren Sekretär der Sozialistischen Partei, Eduard Schewardnadse, nach Georgien, wo er Vorsitzender eines neuen Staatsrates werden sollte. Die Ruhe hielt jedoch nicht lange. 

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Bürgerkrieg in Georgien: Krieg in Abchasien und Südossetien

Ära Schewardnadse (1992 - 2003)

Nach den ersten unruhigen Jahren der Unabhängigkeit Georgiens kehrte in den folgenden Jahren der Regierungszeit von Eduard Schewardnadse ein wenig Ruhe ein. Die wirtschaftliche Lage in Georgien war zwar von Arbeitslosigkeit, Armut der normalen Bevölkerung, Stromabschaltungen und Korruption geprägt, es gab aber über mehrere Jahre hinweg keine militärischen Konflikte mehr innerhalb des Landes.

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Georgische Unabhängigkeit: Ära Eduard Schewardnadse (1992 - 2003)

Ära Saakaschwili (2003 - 2012)

Nach der Machtübernahme wollte der Oppositionsführer Micheil Saakaschwili seine Macht in Georgien durch Neuwahlen legitimieren lassen. Bei den Präsidentschaftswahlen am 4. Januar 2004 gewann Saakaschwili 96% der Stimmen. 

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Micheil Saakaschwili: Demokratie und Autokratie in Georgien (2003 - 2012)