EU: Hoffentlich nicht so bald

Als wir in Gldani ankommen, ist eine Veränderung deutlich spürbar. Im Zentrum der Vorstadt wird gebaut. Bereits vor 2 Jahren waren die Hauptstraßen erneuert worden. Nun sind auch die Nebenstraßen in den Microrayons neu gemacht. Man bewegt sich hier nun nicht mehr auf Buckelpisten, sondern gleitet dahin. Wie man vor allem nachts hört, verleitet das aber auch zum Rasen.

Mein erster Geschmackskontakt mit Georgien in diesem Jahr spielt sich vor allem auf der Ebene von Obst und Gemüse ab. Wie die meisten der aus dem Westen anreisenden Touristen habe ich nicht nur den typischen westlichen Reizmagen, sondern bin Allergiker. Obst? Nur nach ausgiebigem Waschen und Schälen. Und selbst dann fängt es nach Sekunden an zu jucken, von dem Asthma mal ganz abgesehen.

Das erste was auch mich zurollt sind Tomaten. Von der Optik sehen sie nicht so nett aus wie die auf Watte produzierte roten Wasserbälle, die man aus den Niederlanden kennt und neben denen ich aufgewachsen bin. Diese Tomaten hier schmecken richtig so, als seien sie auf Erde aufgewachsen, schmecken richtig nach echter Tomate. Und riechen vor dem ersten Waschen nicht nach dem letzten chemischen Mittel, mit dem sie besprüht worden sind. Auch wenn sie nicht so schön aussehen.