Getreide und Gemüse in Georgien

Bohnen: beliebtes Gemüse der georgischen Küche

Heutzutage sind Bohnen die beliebtesten Hülsenfrucht in Georgien. Früher wurden in der georgischen Küche stattdessen Linsen, Erbsen, Kichererbsen und Linsen verwendet. Die Tatsache ist, dass mit der Einführung von Bohnen sie in den Hintergrund gedrängt und einige sogar vergessen wurden. 

Bohnen wurden erstmals im 16. Jahrhundert aus Europa nach Georgien importiert und in ganz Westgeorgien verbreitet. Später wurden sie auch in Ostgeorgien angebaut. Im Laufe der Zeit wurden neue Bohnensorten angebaut. Bohnen werden in Georgien in Form von getrockneten Bohnen und rohen Bohnen hergestellt. Im Sommer werden eher aus grünen Bohnen gekochte Gerichte gegessen, im Winter aus roten Bohnen. 

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Arten der Bohnenzubereitung

Die Art der Bohnenzubereitung ist in Ost- und Westgeorgien unterschiedlich. Der Hauptunterschied liegt in den Gewürzen und Kräutern. Das traditionelle Rezept in Westgeorgien ist, dass man Zwiebeln, Lauch und Sellerie zusammen mit Bohnen kocht. Wenn sie halb gekocht sind, fügt man Salz, roten Pfeffer, getrocknete Gewürze (meistens Bockshornklee und getrockneten Koriander), frischen Koriander, Petersilie, herzhafte, gemahlene Walnüsse und Knoblauch hinzu. Dann wird alles gestampft.

Es gibt eine andere Möglichkeit, Bohneneintopf zuzubereiten: Zwiebeln werden in Öl gedünstet und anschließend zu gekochtem Gemüse gegeben. Das Prinzip der Weiterverarbeitung ist nahezu dasselbe. Es gibt kein genaues Rezept. Es sollte nach dem Geschmack gewürzt werden. Für eine festliche Tafel werden Bohnen mit Nüssen und Granatapfel gemischt und nicht gestampft. Es wird kalt serviert. 

Bohnenzubereitung in Ratscha

In der Bergregion Ratscha bereitet man Bohnen etwas anders. Die Vorbereitung ein ganzes Ritual. Als Fett verwendet man Schinken. Bohnen werden in Schinkenbrühe gekocht, manchmal mit Schinken. Wer gut und gerne einmal Bohnengerichte Ratscha probiert hat, wird deren Aroma auf keinen Fall vergessen. Mit Schinken vermischten Bohnen werden aus den legendären Lobianis (Fladenbrot mit Kidneybohnen-Füllung) gebacken. Hier wird die Haut entfernt, um eine weiche Konsistenz und eine strahlende Farbe zu erhalten.

Bohnenzubereitung in Ostgeorgien

In Kartli kocht man aus Bohnen traditionell Suppe. Genauer gesagt, es ist ein saftiges Gericht. Ihr Aroma wird maßgeblich von Minze und Koriander bestimmt. Zu gekochten Bohnen gibt man im Fett gedünstete Zwiebeln und Kräuter. Das Aroma unterscheidet sich stark von den traditionellen Bohnen in Westgeorgien. 

Folgendes Bohnengericht ist auch verbreitet: Bohnen werden mit verschiedenen Kräutern (sie müssen auch Minze und Koriander enthalten), sowie Salz, rund geschnittenen Zwiebeln, Sonnenblumenöl, Essig und einer Prise Essig verfeinert. Im Sommer fügt man dem Gericht frisches Basilikum hinzu. Man könnte sagen, dass diese Variante eher ein Salat als ein Hauptgericht ist. 

In Kacheti ist ein weiteres einfaches Rezept beliebt. Sein Geschmack ist einfach – frisch gekochte rote Bohnen werden mit Salz und Butter gewürzt. In diesem Fall bestimmt seinen Geschmack die hohe Qualität der Produkte. 

Zu den Bohnen isst man in Westgeorgien Mtschadi (Maisbrot), Käse, Gurken und frische Kräuter. Statt Maisbrot isst man im Osten eher in Tone gebackenes Brot. Zum Bohnengericht passt sauer eingelegtes Gemüse, was auch sehr beliebt ist.